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Wilkommenscafé : Keine Berührungsängste in Hasloh

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Ab sofort treffen sich Flüchtlinge und Bürgerdienstags im Wilkommenscafé an der Kieler Straße zum Kennenlernen und Austauschen.

von
erstellt am 03.Mär.2016 | 16:00 Uhr

Hasloh | Zunächst waren es ausschließlich Hasloher, die am Dienstagnachmittag um 14 Uhr in das Palmencafé an der Kieler Straße strömten. Doch nach und nach kamen auch die in Hasloh untergebrachten Flüchtlinge zur Tür herein.

„Ich freue mich sehr, dass alle, die schon hier im Dorf sind, den Weg gefunden haben und uns kennenlernen wollen“, sagte Haslohs Ehrenamtskoordinator Kay Löhr. Er und Petra Homfeld, Organisatorin des Flüchtlingscafés, begrüßten die Besucher. „Wir danken dem Pächter, dass er uns hier die Räumlichkeiten und das Inventar zur Verfügung stellt“, sagte Homfeld. Kaffee und Kuchen seien gespendet worden. „Ich würde mich freuen, wenn auch an den folgenden Dienstagen Spender etwas beitragen könnten“, appellierte sie an die Anwesenden. Und für die Smartphone-Nutzer hatte sie gleich noch eine gute Nachricht: „Nächstes Mal gibt’s hier frei zugängliches W-Lan“, verkündete Homfeld.

Betreiber Olaf Berghorn bestätigte dies. „Als ich angesprochen und gefragt wurde, ob ich die Räume und die Infrastruktur zur Verfügung stellen könnte, war das für mich gar keine Frage“, sagte er. Löhr stellte sich selbst, das Willkommensteam und dessen Struktur vor. „Wer mithelfen möchte, kann sich gern an mich oder den zuständigen Gruppenleiter wenden“, bot er an. Auf der Webseite des Teams seien Gruppen und deren Ansprechpartner mit Telefonnummer und E-Mail-Adressen aufgelistet. Aktuell wünschten sich die Bewohner der Räumen am Mittelweg einen Fernseher und den dazugehörigen terrestrischen Receiver.

„Im Bereich des Sprachunterrichts kann inzwischen ein zweiter Kurs für Anfänger ohne Vorkenntnisse angeboten werden“, berichtete Löhr im Gespräch mit dieser Zeitung. Zum Montag (18.30 bis 20 Uhr) komme noch der Mittwoch (16 bis 17.30 Uhr) hinzu. Beide Angebote finden im Dörphus, Garstedter Weg 16a, statt. Für die neun bereits in Hasloh lebenden Asylbewerber ist es kein Problem, die Angebote vor Ort wahrzunehmen. „Derzeit sind wir dabei, Paten auch für diejenigen zu etablieren, die in Tangstedt, Quickborn oder Barmstedt untergebracht, aber Hasloh zugeordnet sind“, erklärte Löhr.

Denn diese würden an ihrem jetzigen Wohnort in der Regel nicht betreut oder begleitet. „Dabei ist das gerade für die ersten Schritte in der Gemeinde, für Behördengänge oder Arztbesuche sehr wichtig“, ist Löhr überzeugt. Um Versicherungsschutz müssten sich die Helfer übrigens keine Sorgen machen: „Jeder, der ehrenamtlich für die Gemeinde tätig ist, ist über den kommunalen Schadensausgleich versichert“, betont der Koordinator. Einzige Voraussetzung dafür sei, dass die Helfer auf einer Liste eingetragen sind. „Es ist geplant, darüber in Kürze ein Merkblatt zu veröffentlichen“, kündigte Löhr an.

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