Anstoss - Die HSV-Kolumne : Kein Platz für die Krawallmacher

Feuer im Stadion: Hier toben sich Braunschweiger Anhänger aus.
Feuer im Stadion: Hier toben sich Braunschweiger Anhänger aus.

Pyrotechnik hat in Stadion nichts verloren: Kolumnist Oliver Carstens ist für diese Art der Unterstützung alles andere als Feuer und Flamme.

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17. November 2013, 18:09 Uhr

Man kann sie nur Idioten nennen. Wenn Vermummte in den Stadien Raketen auf das Spielfeld schießen und damit die Gesundheit der Spieler gefährden, hat das mit Unterstützung und Anfeuerung nichts mehr zu tun. Wenn sich die Medien nach einem sportlichen Wettstreit nur noch auf die Randerscheinungen stürzen, über Verletzte berichten und Bilder zeigen, auf denen Krawallmacher sich Straßenschlachten mit der Polizei liefern, muss sich jeder Zuschauer fragen, ob er in den Fußballstadien noch sicher ist.

Bisher konnte diese Frage stets mit einem klaren „Ja“ beantwortet werden, doch die Szenen in Dortmund und Hannover machen Angst. Fußballspiele sind zu einem großen Volksfest geworden, das jede Woche neu gefeiert wird. Die Besucher sind nicht nur die friedlichen Fans, die sich täglich für ihren „Verein“ aufopfern, sondern eben auch Familien mit Kindern.

Prügelnde Idioten, Vermummte, die Feuerwerke abbrennen ohne Rücksicht auf ihre Mitmenschen, haben in den Stadien nichts zu suchen. Sie sind es, denen sich die wirklichen Fans entgegenstellen müssen. Initiativen, die eine friedliche Nutzung von Pyrotechnik fordern, müssen sich fragen, ob das in engen Stadien überhaupt möglich sein kann, ohne die Gesundheit anderer zu gefährden.

Aber auch die Veranstalter der Bundesliga-Partien sind gefordert, endlich wirksame Mittel zu finden, damit Feuerwerkskörper und Pyrotechnik nicht mehr den Weg in die Stadien findet. Konsequenzen gegen die Krawallmacher zu fordern ist leicht. Doch ihre Hausaufgaben müssen die Vereinsoberen vorher selbst erst einmal erledigen.

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