Kein Opfer des Chorsterbens

Der Vorstand der E-Singer (links) rund um die Vorsitzende Marita Dolling-Nottelmann (vierte von links) und der Chorleiter Michel Preiß ehrten auch die Neuzugänge (rechts). Im Amt bestätigt wurden die zweite Vorsitzende Angelika Schlüter (2. von links) sowie die Kassenwartin Christiane Boeling (4. von rechts).
Der Vorstand der E-Singer (links) rund um die Vorsitzende Marita Dolling-Nottelmann (vierte von links) und der Chorleiter Michel Preiß ehrten auch die Neuzugänge (rechts). Im Amt bestätigt wurden die zweite Vorsitzende Angelika Schlüter (2. von links) sowie die Kassenwartin Christiane Boeling (4. von rechts).

Traditionschor E-Singer geht gut aufgestellt ins neue Jahr / Gesänge erklingen in Kirchen, beim Rosenkonzert oder beim offenen Singen

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21. Januar 2020, 18:00 Uhr

TORNESCH | Während der Jahresversammlung der E-Singer wurden manche Sänger für jahrzehntelange Mitgliedschaft geehrt. Doch der Traditionschor besteht nicht nur aus alten Hasen, noch immer gelingt es, neue Sänger zu akquirieren. Daher ist das große Chorsterben an Torneschs ältestem Verein vorübergezogen. Bereits seit 60 Jahren ist Michael Mansfeld ein Teil des Chors. Hier hat er seine Frau kennen und lieben gelernt, die sogar noch zwei Jahre länger dabei ist. Was der Chor ihm bedeutet? „Heimat“, sagt der Esinger Sänger.

Mit dem Chorleiterwechsel 2017 gingen einige aktive Stimmen verloren, doch inzwischen ist die Zahl nicht nur stabil, sondern sogar steigend. Insgesamt 37 Sänger sind dabei, wobei die Männerstimmen aufgrund der geringen Anzahl inzwischen zusammengelegt wurden. Doch immer wieder gelingt es, über das offene Singen oder andere Aktionen den einen oder anderen Mitstreiter zu gewinnen.

Das erklärt sich Vorsitzende Marita Dolling-Nottelmann so: „Wir sind eine ganz tolle Gemeinschaft. Jeder wird genommen, wie er ist.“ Ein Vorsingen findet nicht statt, alle Anfänger machen einfach mit. „Hier trägt jeder den anderen auch stimmlich“, berichtet Dolling-Nottelmann. Zudem bringe die Arbeit mit dem jungen Chorleiter Spaß. Der wiederum lobt den Chor. Obwohl manche Sänger fortgeschrittenen Alters sind, habe sich der Chor in seiner Qualität weiter gesteigert, sagte Michel Preiß während der Versammlung. Dabei wurden auch langjährige Chorstimmen geehrt: Karin Barz, Ingeborg Zibner und Rudi Schröder für zehn Jahre, Lisa Beyer für 30 Jahre und Michael Mansfeld, Lisa Knoop sowie das Paar Rosemarie und Martin Bannick für 60 Jahre. Auch die Neuzugänge wurden mit Anfängernadeln ausgezeichnet. Im Zuge der Wahlen bestätigte die Versammlung die stellvertretende Vorsitzende Angelika Schlüter sowie die Kassenwartin Christiane Boeling im Amt.

Im Mai beleben die E-Singer den Himmelfahrtsgottesdienst im Esinger Wohld. Die Sommerkonzerte sind für den 27. Juni in der Kirche Tornesch und den 28. Juni in der Erlöserkirche Uetersen angesetzt. Auch bei den Open-Air-Konzerten im Rosarium ist der Chor dabei und gibt am 9. August ein Rosenkonzert. Drei Tage später ist offenes Singen beim Sommerfest. Anlässlich des Volkstrauertags singen die E-Singer im November auf dem Friedhof. Die Adventszeit ist mit Auftritten in der Kirche und bei der Weihnachtsfeier des SoVD betriebsam, auch der Lebendige Advent im Heimathaus ist wieder angedacht. Open-Air-Auftritten auf Weihnachtsmärkten erteilten die Mitglieder eine Absage, denn das Interesse der Vorbeieilenden sei zu gering.

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