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Anstoss - Die HSV-Kolumne : Kein Millionenpaket für Neven Subotic schnüren

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Eine Verpflichtung von Branimir Hrgota wäre dagegen sinnvoll.

Der HSV will die Gehaltskosten reduzieren. Bei einem Schuldenstand von 90 Millionen Euro sicherlich nicht der schlechteste Plan. Es erschließt sich allerdings nicht, wie zu diesem Vorhaben die offenbar angedachte Verpflichtung des Dortmunders Neven Subotic passt. Der ist zwar ein guter Spieler, hat aber einen stolzen Preis. Auch wenn Subotic eine Verstärkung wäre: Die Kosten sind einfach zu hoch. Zumal der HSV einen Innenverteidiger braucht, der für einen gepflegten Spielaufbau steht. Das ist der Dortmunder nicht. Seine Verpflichtung würde eher dafür stehen, dass große Namen weiter wichtiger als sinnvolle Verstärkungen sind.

Richtig bitter ist, dass der HSV gar kein Millionenpaket schnüren müsste, wenn er etwas Vertrauen in ein eigenes Talent gehabt hätte. Die Entwicklung von Jonathan Tah treibt einem die Tränen in die Augen. Beim HSV traute man ihm den kurzfristigen Sprung in die Stammelf nicht zu. Bei Leverkusen spielt er so gut, dass er inzwischen sogar ein Kandidat für die Nationalmannschaft ist. Wie ist eine solche Fehleinschätzung möglich? Zumal gerade von DFB-Seite Tah diese Entwicklung durchaus zugetraut wurde. Der Umgang mit dem jungen Innenverteidiger legt jedenfalls nahe, dass die vom HSV so häufig versprochene Förderung der eigenen Talente leider nur ein Lippenbekenntnis ist.

Der Versuch, den Gladbacher Stürmer Branimir Hrgota zu verpflichten, macht dagegen Sinn. Er ist jung, entwicklungsfähig und kostet keine Ablöse, da sein Vertrag bei der Borussia ausläuft. Also genau die Kategorie, die zu einem hoch verschuldeten Verein passt. Hrgota ist stärker als die Stürmer, die der HSV momentan unter Vertrag hat. Zwar drückt er in Gladbach meistens die Ersatzbank. Aber was er drauf hat, war in der vergangenen Saison bei den Europa-League-Spielen der Borussen deutlich zu sehen.

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erstellt am 20.Feb.2016 | 13:00 Uhr

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