PIZ in Pinneberg : Kein Leerstand mehr im blauen Haus

Sie sorgen für Leben: Insgesamt 237 Menschen arbeiten im PIZ am Damm.
Sie sorgen für Leben: Insgesamt 237 Menschen arbeiten im PIZ am Damm.

Voll vermietet: Der Ex-Bananenbunker hat sich gemausert und ist derzeit vollvermietet.

shz.de von
23. Januar 2015, 10:00 Uhr

Pinneberg | Einst war die Fassade gelb. Bananenbunker nannte der Volksmund das Einkaufszentrum am Damm seinerzeit. Seit dem Jahr 2006 strahlt das PIZ in Blautönen. Wichtiger noch – die Zeit von Krise und Leerstand ist vorbei. Das nahe dem Lindenplatz gelegene Center ist derzeit voll vermietet. Für die Stadtverwaltung ist diese Entwicklung ein Beleg des Aufschwungs im Umfeld des Lindenplatzes.

1980 gebaut, habe sich das PIZ vom kleinen Shopping-Center zum modernen Dienstleistungszentrum gemausert, so Rathaussprecher Marc Trampe. Centermanager Walter Steiger und Bürgermeisterin Urte Steinberg hätten kürzlich gemeinsam mit Pinnebergs Wirtschaftsförderer Stefan Krappa eine Bestandsaufnahme vorgenommen. Auf einer Fläche von insgesamt 6000 Quadratmetern böten aktuell 20 Firmen mit 237 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Waren und Dienste an.

Zum Gebäude am Damm/Ecke Friedrich-Ebert-Straße gehören auch 85 Stellplätze. Auf 1800 Quadratmetern finden sich Einzelhandelsgeschäfte, die oberen drei Geschosse beherbergen Unternehmen mit Schwerpunkt aus dem Gesundheits- und Beratungsbereich. PIZ-Verwaltungsleiter Steiger lobt die Stadtverwaltung: „Wir blicken auf eine gute Zusammenarbeit im Dreiklang mit der Bürgermeisterin, dem Bauamt und der Wirtschaftsförderung zurück. Unser Eindruck ist, dass das PIZ mittlerweile im Rathaus Chefsache ist.“ Das helfe bei den vielen kleinen und großen Herausforderungen, die eine solche Immobilie im Wettbewerb bestehen müsse.

Die Neueröffnung eines H&M-Markts am Lindenplatz mache sich positiv bemerkbar, so der Center-Manager. Steiger hat auch die Fläche des kürzlich ausgezogenen Pizza-Services schon wieder vermietet. Der Gastro-Anbieter „Mundfein“ werde dort einziehen. Die benachbarte Hypovereinsbank baut ihr Kundencenter derzeit aus. Karin Struckmeier, Geschäftsführerin der „Familienräume“ ist eine der Ankermieterinnen im Center. Sie betont: „Das PIZ mit seiner barrierefreien Ausgestaltung, mehreren Fahrstühlen, Tiefgarage und Rolltreppe kommt Anbietern aus dem Gesundheitswesen sehr entgegen.“ Bürgermeisterin Steinberg stimmt die Situation zufrieden: „Das PIZ ist als Frequenzbringer unverzichtbar. Es liefert einen wichtigen Beitrag für eine lebendige Innenstadt, sei es durch die vielen Mitarbeiter, die auch Kaufkraft mitbringen, aber auch durch die vielen Kunden, die ins Gebäude kommen.“ Sie sei optimistisch, dass sich der östliche Teil der Fußgängerzone weiter positiv entwickele. Für Wirtschaftsförderer Krappa ist das PIZ wirtschaftlich ein wichtiger City-Baustein: „Mit dem Schwerpunkt im Bereich Dienstleistungen für Familie und Gesundheit bauen wir unsere Pinneberger Stärken weiter aus. Der Bedarf an entsprechenden Angeboten wird in den nächsten Jahren weiter wachsen. Mit dem PIZ sind wir gut aufgestellt und können den Bürgern viele Vorteile einer Kreisstadt bieten.“

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