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Bauausschuss : Kein Lärmschutz wegen neuem Gewerbegebiet

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Planer halten zusätzliche Belastung aufgrund der Nähe zur Autobahn für marginal. Ein Grünstreifen soll die Fläche von der Wohnbebauung abgrenzen.

Borstel-Hohenraden | Bis zu zwölf Meter hoch sollen die Gebäude im neuen Gewerbegebiet der Gemeinde Borstel-Hohenraden an der Quickborner Straße werden. Ein Grünzug soll sich durch das Gebiet direkt an der Autobahn 23 (A  23) erstrecken. „Wir haben Hochspannungsleitungen, unter denen wir eher eine Begrünung als Gebäude sehen“, erläuterte Planerin Anne Nachtmann im Bau-, Wege- und Umweltausschuss der Gemeinde Borstel-Hohenraden.

Ein Lärmschutz sei nicht geplant und auch nicht notwendig. „Das Lärmgutachten hat ergeben, dass die Autobahn so viel Lärm erzeugt, da fällt das Gewerbe, das dort angesiedelt werden soll, nicht ins Gewicht“, sagte Nachtmann. Generell sei die Lärmbelastung durch den Autobahnverkehr sehr hoch. Dennoch soll lautes Gewerbe möglichst entfernt von der Wohnbebauung auf der Fläche untergebracht werden.

Ein begrünter Sichtschutz soll die Fläche von der Wohnbebauung abgrenzen. Dafür sei ein drei Meter breiter Grünstreifen geplant. Ein Anwohner, der nördlich an das Gewerbegebiet grenzt, kritisierte in der Ausschusssitzung, dass der Nordbereich nicht bedacht wurde. Dies soll nun in persönlichen Gesprächen mit der Verwaltung und Bürgermeister Jürgen Rahn (CDU) besprochen werden. Ebenso Sicht- und Lärmschutzmaßnahmen für die direkten Anwohner an der Quickborner Straße.

Fast sicher sei, dass Rückstaus im Ort zunehmen dürften. Diese bilden sich derzeit während der Rush Hour auf der A  23. Eine Ampelanlage soll den Verkehr regeln. Für das Gewebegebiet wird eine Abbiegespur im Kreuzungsbereich geschaffen. „Die Ampel wäre ohnehin gekommen. Wir konnten auf den Zug aufspringen“, sagte Vize-Bürgermeisterin Wiebke Dicks (SPD).

Höhenunterschiede sind Herausforderung

„Die Höhenunterschiede im Gelände sind eine Herausforderung“, sagte Landschaftsarchitektin Ursula Zumholz. Diese betragen bis zu zehn Meter. Sie schlug vor, durch Böschungen einen Ausgleich zu schaffen. Immer wieder fragten die Gemeindevertreter, was Ideen der Planer und was gesetzliche Vorgaben seien. „Es ist keine Kritik an Ihrer Arbeit, wenn wir so intensiv nachfragen. Wir müssen ausloten, was wir entscheiden können und unseren Interessenten anbieten können“, entschuldigte sich Ingo Grimm (CDU) für den Fragenmarathon.

Gute Nachrichten hatte Rahn beim Thema Glasfaserausbau: „Mehrere Anbieter haben angekündigt, Angebote abgeben zu wollen. Ein Angebot liegt schon vor. Somit wird die Breitbandversorgung sichergestellt werden.


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erstellt am 17.Feb.2017 | 14:00 Uhr

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