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Pinneberger Tageblatt

12. Dezember 2017 | 11:57 Uhr

Pinneberg : Kein Geld für „Wendepunkt“

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Aus für die Prävention sexueller Gewalt in Pinneberg? Der Sozialausschuss hat den Antrag auf Finanzierung von Präventionsmaßnahmen des Vereins „Wendepunkt“ abgelehnt.

shz.de von
erstellt am 18.Dez.2013 | 12:00 Uhr

Der Verein „Wendepunkt“ wird sein Programm zur Prävention sexueller Gewalt voraussichtlich nicht in Pinneberg anbieten können. Der Sozialausschuss lehnte den Antrag des Vereins auf jährliche Fördermittel in Höhe von 5000 Euro ab. Nachdem Ende Oktober bereits der Ausschuss für Kultur Sport und Jugend eine Absage erteilt hatte, war der Antrag nur auf Drängen der Pinneberger Grünen überhaupt auf der Tagesordnung des Sozialauschusses gelandet. Letztlich stimmten aber auch nur die Grünen für ihren eigenen Vorschlag. Deren Fraktionschef, Joachim Dreher, ist enttäuscht von dem Ergebnis. „Es ist eine vergebene Chance.“ Ihn ärgert das Argument der anderen Parteien, der Kreis Pinneberg könne ja die Finanzierung übernehmen, da ja auch andere Aktivitäten des „Wendepunkts“ von dort gefördert werden. „Der Kreis hat kein Geld für so etwas, das ist Aufgabe der Kommune.“ Die Grünen überlegen nun, ob sie das Thema noch einmal in der Ratsversammlung ansprechen sollen, wenn es um den Pinneberger Haushalt geht.

Mit den 5000 Euro jährlich wollte der „Wendepunkt“ präventive Projekte an Schulen und Kitas finanzieren. Leiterin Ingrid Kohlschmitt hatte in einem Arbeitsgespräch mit Politikern erklärt, dass die Kreismittel fest an die Fallarbeit mit Betroffenen gebunden seien und nicht für die Prävention benutzt werden dürften. Elmshorn, Wedel und andere Kommunen im Kreis zahlen den Zuschuss für die vorbeugenden Maßnahmen seit Jahren.

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