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Kita Bogenstrasse : Keime im Wasser – Krippe gesperrt

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Leiterin Sabine Jacobsen hofft auf die Freigabe im März. Die Stadt muss die Leitungen zum zweiten Mal desinfizieren.

shz.de von
erstellt am 19.Feb.2014 | 12:00 Uhr

Schenefeld | Es ist schon fast wie verhext. Erst ein kapitaler Wasserschaden, der den Bau kurz vor der Fertigstellung um Monate verzögerte. Jetzt die nächste Hiobsbotschaft für den Krippen-Neubau an der Bogenstraße. Bei der Untersuchung des Wassers wurden gesundheitsgefährdende Keime festgestellt – zwei Tage vor der geplanten Inbetriebnahme der Krippe Anfang Februar. Die zuständige Aufsichtsbehörde des Kreises hat die Freigabe für die Einrichtung, in der 20 Kinder betreut werden sollen, nicht erteilt.

Das bringt Kita-Leiterin Sabine Jacobsen erneut in die Bredouille. Zehn Krippen-Kinder müssen weiter in provisorischen Räumlichkeiten im Hauptgebäude betreut werden. Sechs Jungen und Mädchen, für die neue Verträge abgeschlossen wurden, werden noch zu Hause versorgt. „Ich hoffe, dass uns im März der Anbau zur Verfügung steht“, sagt Jacobsen. Sonst werde es zeitlich langsam eng. Jacobsen versucht positiv zu denken. Doch ihr Lächeln ist ein bisschen gequält.

Keime im Wasser: Laut Schenefelds Bauamtschef Günther Leimert sind sie für Erwachsene ungefährlich. „Bei Kleinkindern könnten sie aber bei offenen Wunden Infektionen auslösen.“ Die Stadt hat die Leitungen bereits einmal desinfizieren lassen. Die Anzahl der Keime ist auch deutlich zurückgegangen. Ausgemerzt wurden sie nicht. Das Ganze noch einmal: Laut Leimert werden die Leitungen erneut desinfiziert und gespült. Die Wasserproben werden dann in einem Labor der Universität Kiel analysiert. Leimert hofft, bis Mitte kommender Woche die Ergebnisse auf dem Tisch zu haben.

Es gibt aber auch eine gute Nachricht: Vom Keimbefall ist nur der Neubau betroffen, nicht das Hauptgebäude. Das hatte die Stadt vorsichtshalber auch überprüfen lassen.

Die Ursache für das Auftreten der Bakterien liegt für Schenefelds Bauamtschef auf der Hand. „Das sind die Spätfolgen des Wasserschadens.“ Das Wasser habe im Sommer monatelang in den Leitungen gestanden, nachdem Handwerker die Fußbodenheizung angebohrt hatten. Beste Bedingungen für die Keimbildung. In deren Beseitigung muss die Stadt einen vierstelligen Betrag investieren. Die finanziellen Mehrkosten des großen Wasserschadens vom Juni 2013 lagen bei zirka 190.000 Euro. Schenefeld hat bei den Versicherungen Schadenersatzansprüche geltend gemacht, würde notfalls auch rechtliche Schritte einleiten.

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