Textilkette in Pinneberg : Kaufleute froh über den H&M-Coup

Holger Gieseler kritisiert „klischeehafte Formulierungen“.
Holger Gieseler kritisiert „klischeehafte Formulierungen“.

Wirtschaftsgemeinschaft hofft auf Sogwirkung

shz.de von
23. Januar 2014, 12:00 Uhr

Die schwedische Modekette H&M kommt nach Pinneberg. Im Herbst wird das Unternehmen eine Filiale am Lindenplatz eröffnen (wir berichteten). Für Holger Gieseler, Vorsitzender der Wirtschaftsgemeinschaft Pinneberg, ist das ein Coup, der Anlass zur großer Hoffnung gibt. „Wir können guter Dinge sein“, sagt er. Und weiter: „Die Attraktivität der Innenstadt wird erheblich gesteigert.“

Gieseler begrüßt, dass mit der Ansiedlung von H&M am Lindenplatz ein Gegengewicht zu Bauprojekten der VR Bank und der Kaufmannsfamilie Meyer geschaffen werde. Jetzt sei nicht mehr zu befürchten, dass Kundenströme mit Fertigstellung von Einkaufspassage und Edeka-Frischemarkt an der Friedrich-Ebert-Straße komplett vom Lindenplatz weggelenkt würden. „Wenn alle derzeit geplanten Projekte so umgesetzt werden, muss niemand mehr Pinneberg verlassen, um einzukaufen“, sagt Gieseler. Er hofft, dass die Politik an Verschönerungen der City festhält und die Ansiedlung des schwedischen Modehauses auch zur Belebung des Fahltskamps beiträgt. „Ich würde es begrüßen, wenn dort eine Gastro-Meile entstehen könnte“, so der Chef der Pinneberger Kaufleute. Als sinnvolle Ergänzungen könne er sich ein Sportfachgeschäft und hochwertigen Schuhandel vorstellen. Zudem hoffe er auf Fachgeschäfte, die sich abheben. Gieseler spricht von „kleinen Perlen in der Innenstadt“. Für Jan Christoph Kersig, der H&M in sein Geschäftshaus am Lindenplatz gelotst hat, findet Gieseler anerkennende Worte. Dessen Vorgehen spreche für ein hohes Maß an Professionalität. „Wir brauchen mehr Eigentümer, die bereit sind, in ihre Immobilien zu investieren.“

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