Schenefeld : „Katastrophe hat uns überwältigt“

Bürgermeisterin Christiane Küchenhof hielt während eines Gottesdienstes aus Anlass der  Brandkatastrophe in einem Schenefelder Seniorenheim eine Ansprache in der Stephanskirche.
Bürgermeisterin Christiane Küchenhof hielt während eines Gottesdienstes aus Anlass der Brandkatastrophe in einem Schenefelder Seniorenheim eine Ansprache in der Stephanskirche.

Nach dem Feuerdrama: Gedenkgottesdienst mit mehr als 100 Gästen. Bürgermeisterin findet besondere Worte.

shz.de von
16. Juni 2014, 12:00 Uhr

Schenefeld | Kerzen und Blumensträuße umgaben die Bilder der drei bei der Brandkatastrophe in der Seniorenresidenz Rüpcke verstorbenen Frauen. Trauergäste, darunter Angehörige, Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr und viele mehr waren gekommen, um sich in einem Gottesdienst von den Verstorbenen zu verabschieden.

Nach einer Predigt von Michael Mattern gedachte Bürgermeisterin Christiane Küchenhof der Verstorbenen in einer kleinen Ansprache. „Dieses Unglück hat in unserer Stadt tiefe Bestürzung hervorgerufen“, so die Bürgermeisterin. Küchenhof sprach aus, was viele betroffene Menschen nicht in Worte zu fassen vermochten und fand für die etwa 120 anwesenden Trauergäste – wie zuvor der Pastor eindringliche Worte. Die Ansprache sollte den Menschen helfen, Trost und Zuspruch zu finden, um einen weitere kleine Etappe auf dem Weg zur Normalität hinter sich zu bringen. Unglück schlafe nicht und mache auch vor Schenefeld nicht halt: „Die Katastrophe war ein Ereignis, das uns völlig überwältigt hat, denn so etwas passiert doch eigentlich immer nur woanders; man liest es in der Zeitung oder sieht es im Fernsehen“, erläuterte Küchenhof. Sie zeigte sich dankbar, dass so viele Menschen den Gottesdienst besuchten. Dies sei ein Hinweis auf „das starke Zusammengehörigkeitsgefühl in dieser Stadt“. Es zeige, dass man sich umeinander sorge und auch in schweren Zeiten füreinander da sei. Küchenhof richtete spezielle Worte an Angehörige, Feuerwehrkameraden, Mitarbeiter der Seniorenresidenz, Heimbewohner sowie Heimleiter Hans-Jürgen Rüpcke und Margret Matzen. Den Angehörigen wünschte Küchenhof „in dieser schweren Zeit ganz viel Kraft und liebe Menschen, die mit ihnen trauern, die sie trösten und sich mit ihnen an schöne Erlebnisse erinnern“.

Besondere Worte der Wertschätzung richtete Küchenhof an die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr. Auch wenn den Kameraden ihre Erlebnisse keiner abnehmen könne, sei deren Handlungsweise „absolut professionell“ gewesen. Der „Dank an sie“ könne nicht größer ausfallen. „Sie sind Helden, weil sie viele andere Menschenleben gerettet haben“, brachte es Küchenhof auf den Punkt.

Die Rednerin betonte, dass sich Margret Matzen und Hans-Jürgen Rüpcke nichts haben zuschulden kommen lassen. „Das Unglück war schlicht nicht vorhersehbar“, so Küchenhof. Sie zeigte sich zuversichtlich, dass diese „auch den letzten Rest an Möglichkeit ausschöpfen“, um die Sicherheit in der Residenz noch weiter zu optimieren.

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