zur Navigation springen

Region Pinneberg in Kürze : +++ Kasernenumbenennung in Appen kein Thema +++ 15. Kleinkunstfestival finanziert +++ Konsequenzen in der SPD +++

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Unfälle, Feuer, Politik, Veranstaltungen, Vereinsleben und Nachrichten im Kreis Pinneberg – hier fasst shz.de zusammen, was heute wichtig ist.

shz.de von
erstellt am 16.Mai.2017 | 06:00 Uhr

Appen Kasernen, die nach Offizieren der Wehrmacht benannt sind  – das soll es laut Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen in Zukunft nicht mehr geben. Betroffen wäre auch die Appener Marseille-Kaserne, benannt nach einem Fliegerass des Zweiten Weltkriegs. Gestern kündigte ein Sprecher in Berlin an, dass betroffene Kommunen  mitentscheiden sollen. Und was sagt Appen dazu? Bürgermeister Hans-Joachim Banaschak (CDU) sieht keine Veranlassung für einen Namenswechsel. „Das ist kein Thema bei uns im Dorf – auch nicht, als das vor drei Jahren schon einmal durch die Linke beantragt wurde“, sagt er. Rainer Jürgensen, Vorsteher des für Appen zuständigen Amts Marsch und Geest Südholstein, stimmt zu: „Hierbei geht es ja nicht darum, den Namen in Verbindung mit den Nazis hochzuhalten, sondern um die Würdigung der fliegerischen Leistung.“

Quickborn Auch so entstehen lesenswerte Geschichten: Der Autor Oliver Lück hat sich von seiner Heimatgemeinde Henstedt-Ulzburg aus auf den Weg gemacht und ist durch die Länder an der Ostsee gereist. Nicht etwa, um auszuspannen, sondern um sich mit Menschen zu treffen, die Flaschenpostbriefe sammeln. Die Geschichten hinter diesen kurzen und so wunderbar analogen Nachrichten hat er recherchiert und seine Begegnungen mit deren Urhebern und den Sammlern in Geschichten verpackt. Herausgekommen ist das Buch „Flaschenpostgeschichten“, das er einem  Publikum in der Quickborner Stadtbücherei vorstellte.

Barmstedt  Wie ein Hurrikan wirbelte die finnische Band „Frigg“ am Sonntagnachmittag über die Bühne der  Kulturschusterei. Im Rahmen des Folk-Baltica-Festivals trat die Band, die am Sonnabend das Auftaktkonzert in Husum gespielt hatte, nun in Barmstedt auf. „Es ist mega“, freute sich Betreiber Matthias Grütz darüber, dass es ihm gelungen war, das  Festival in seine Heimatstadt zu holen. Frigg ist der Name von Odins Frau in der nordischen Mythologie – somit hielten quasi die Götter Einzug. Fast göttlich war auch die Musik, die Petri Prauda (Mandoline, Cittern), Juho Kivivuori (Kontrabass), Toumas Logrén (Gitarre) und die vier Geiger Alina Järvelä, Tommi Asplund, Tero Hyväluoma und Esko Järvelä  in der ausverkauften Kulturschusterei präsentierten.

Wedel Altbekannter Beschlussvorschlag mit altbekanntem Abstimmungsergebnis: Erneut hat die Mehrheit im Umwelt-, Bau- und Feuerwehrausschuss der Befestigung des Jörg-Balack-Wegs zwischen Caudry-Platz und Riststraße eine Absage erteilt. Allerdings mit denkbar knappstem Ausgang: Stand 2012, im Jahr der tiefsten Haushaltskrise,  das Nein noch bei SPD-Enthaltung auf ganz breiter Basis, so war es nun lediglich die CDU, die bei ihrer geschlossenen Ablehnung blieb. Dazu gab’s eine Nein-Stimme und eine Enthaltung von der WSI. SPD, Grüne, Linke und FDP brachten es lediglich auf ebenfalls sechs Ja-Stimmen. Ein Patt mit Folgen: Beschluss gescheitert.

Schenefeld Am Freitag, 19. Mai, ist es soweit: Seit 20 Jahren ist es geplant gewesen, das Stück „Der nackte Wahnsinn“ von Michael Frayn auf die Schenefelder Bühne zu bringen. „Jetzt passen alle Umstände“, entschied Regisseur Hans Jürgen Heller. „Es ist ein ständiges, chaotisches Hin und Her mit vielen Eifersüchtelein. Dabei fallen die  Darsteller aus ihrer Rolle heraus. Ein einmaliges Erlebnis für die Zuschauer“, beschreibt  es Michael Matthiesen, Chef des Theaters.

Elmshorn Elmshorn Saunafreunde sollten in dieser Woche unbedingt noch einmal dem Badepark einen Besuch abstatten. Denn ab Sonntag ist es erst einmal für lange Zeit vorbei mit dem Schwitzen. Die Sauna schließt nicht, wie gewohnt, nur während der Sommermonate: Wegen der Sanierung des Hallenbads bleibt auch die Sauna voraussichtlich bis Ende 2018 geschlossen. „Diese Entscheidung war am Ende die sinnvollste“, sagte Stadtwerke-Chef Sören Schuhknecht.

Pinneberg Dem 15. Kleinkunstfestival  in Pinneberg steht nichts mehr im Weg: Dank der Sparkasse Südholstein, dem Pinneberger Tageblatt  und weiterer  Investoren   werden Straßenkünstler aus der ganzen Welt am Sonnabend und Sonntag, 10. und 11. Juni,  in der Pinneberger Innenstadt auftreten. Die Rettungsaktion war somit ein Erfolg.   Stadtmanager Dirk Matthiessen stellte gestern die Hauptsponsoren vor. Er hatte im Januar  Alarm geschlagen: Weil Sponsoren abgesprungen waren, stand das Kleinkunstfestival auf der Kippe. Im Februar signalisierte  die Sparkasse Südholstein als Erste, finanziell einzuspringen – andere Sponsoren folgten jetzt.

Hamburg  Der Fall hatte für Aufsehen gesorgt, weil der mutmaßliche Täter bereits in seine Heimat Marokko hatte abgeschoben werden sollen. Ein 34-jähriger Mann  ist angeklagt, eine 24-jährige Frau  am  11. Dezember 2016 in der Damentoilette einer Bar auf dem Hamburger Kiez vergewaltigt zu haben. Der Mann schweigt bislang zu den Vorwürfen vor dem Landgericht, wo er sich  seit gestern verantworten muss.  Er war unmittelbar nach der Tat von der Polizei festgenommen worden. 

Schleswig-Holstein Gut eine Woche nach der Landtagswahl in Schleswig-Holstein mehren sich die Anzeichen für personelle Konsequenzen in der Nord-SPD. Beobachter schließen nicht mehr aus, dass Spitzenkandidat Torsten Albig heute Abend im Parteivorstand seinen Rückzug aus der Politik ankündigen wird. Nach den Beratungen im Kieler Sporthotel Avantage (zu deutsch: Vorteil) will sich Stegner vor der Presse äußern.  Zugleich mehren sich in der Nord-SPD Rücktrittsforderungen auch an die Adresse von Parteichef Ralf Stegner. Nicht  nur der SPD-Kreisverband Nordfriesland fordert  vom  Parteichef, sein Amt niederzulegen. Auch  Kommunalpolitiker der SPD und  die Bundestagsabgeordnete Birgit Malecha-Nissen pochen auf einen Führungswechsel. Stegner war erst in der vergangenen Woche einstimmig als Fraktionschef bestätigt worden.

Der A. Beig-Verlag fasst an dieser Stelle jeden Morgen die wichtigsten Meldungen seiner sieben Tageszeitungen im Kreis Pinneberg zusammen. Zwischen 5.30 Uhr und 10 Uhr erfahren Sie hier in Kürze, worüber gesprochen wird. Pinneberger Tageblatt, Quickborner Tageblatt, Schenefelder Tageblatt, Wedel-Schulauer Tageblatt, Barmstedter Zeitung, Uetersener Nachrichten und Elmshorner Nachrichten erscheinen mit Hintergründen montags bis sonnabends. Zusätzlich erscheinen die kostenlose Sonntagszeitung „tip – Tageblatt am Sonntag“ sowie die Wochenzeitung „Der Mittwoch“.
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen