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Sportplätze An der Raa : Kaserne: Fehler im Lärmgutachten?

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Verwaltung soll falsche Angaben über Nutzungszeiten der Sportplätze An der Raa gemacht haben. Jetzt ist die Zustimmung zum B-Plan fraglich.

Pinneberg | Heute soll der Ausschuss für Stadtentwicklung über den Bebauungsplan 115 für die Parkstadt Eggerstedt abstimmen. Ob die Fraktionen den B-Plan aber schon abnicken ist unsicher. Christdemokraten, Grüne und Bürgernahe geben an, noch offene Fragen zu haben.

Während des Sportforums am vergangenen Wochenende positionierten sich auch VfL und SC Pinneberg gegen eine sofortige Verabschiedung des B-Plans (Diese Zeitung berichtete). Der Grund: Die Stadt habe beim Erstellen des Lärmschutzgutachtens für die Parkstadt falsche Angaben gemacht. Denn neben dem ehemaligen Kasernengelände liegen die Sportanlagen An der Raa, die von den Vereinen genutzt werden. Der Lärm des Sportbetriebs könnte auch die geplanten Wohnanlagen auf dem Eggerstedt-Gelände erreichen. Mathias Zahn, Vorsitzender des VfL Pinneberg: „Die Verwaltung hat gegenüber den Gutachtern angegeben, dass die Sportvereine diese Plätze nur am Wochenende nutzen – das ist einfach falsch.“ Auch unter der Woche werde auf den Sportplätzen trainiert. SCP und VfL befürchten nun, dass der Käufer sich später auf dieses Gutachten beruft, um die Trainingszeiten einzuschränken. Zahn: „Wir wollen daher, dass Klarheit geschaffen wird, bevor der B-Plan abgesegnet wird.“

Bürgermeisterin Urte Steinberg betonte gestern, die Vorwürfe der Vereine würden geprüft. Sie werde sich in der heutigen Ausschusssitzung äußern.

Für die Pinneberger Sozialdemokraten gibt es keinen Grund, den B-Plan nicht abzusegnen. Kai Vogel: „Wir sind uns aber sicher, dass wir für die Vereine eine Lösung finden werden. Auch FDP–Chef Werner Mende ist zuversichtlich, dass SCP und VfL unbürokratisch geholfen werden könne. „Es wird geprüft, ob die Öffnungszeiten falsch sind und diese Angabe dann entsprechend korrigiert.“ Die Sportvereine sollten auf keinen Fall eingeschränkt werden. Andreas Meyer, Fraktionschef der CDU, wartet auf eine Stellungnahme der Verwaltung: „Geht es nach uns, kann die Entscheidung auch in die Ratsversammlung verschoben werden.“

Vorerst nicht zustimmen wollen Bürgernahe und Grüne. Uwe Lange, Chef der Bürgernahen, sagt, es gebe noch offene Fragen zum B-Plan. „Wir sind es den Vereinen außerdem schuldig, den Vorgang aufzuklären, bevor wir zustimmen.“ Joachim Dreher (Grüne & Unabhängige) betont: „Es muss geklärt werden, wie es zu diesem Fehler kommen konnte.“ Die Abstimmung über den Bebauungsplan solle vertagt werden. „Außerdem muss den Vereinen der derzeitige Status Quo zugesichert werden.“

Der Ausschuss tagt heute um 18.30 Uhr in der Wache der Feuerwehr Pinneberg, Friedrich-Ebert-Straße 25-27.

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erstellt am 05.Feb.2014 | 00:33 Uhr

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