zur Navigation springen
Pinneberger Tageblatt

21. November 2017 | 18:25 Uhr

Quickborn : Kanonendonner in der Eulenstadt

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Westerntreffen Mehr als 400 Teilnehmer besuchten die Veranstaltung des Schützenvereins Quickborn-Renzel

Quickborn | Als „General“ Thorsten Schünzel vom 20th Main Infanterieregiment Voloneers das Kommando zum Böllern gab, hielten sich etliche Zuschauer die Ohren zu. Eine weise Vorsichtsmaßnahme, denn der Kanonendonner aus den Geschützen war noch bis weit über das Gelände zu hören. Das Böllern mit Kanonen und Gewehren gehörte zu den zahlreichen Attraktionen des Western- und Vorderladertreffens des Schützenvereins Quickborn-Renzel. Es war das 32. Mal, dass die Schützen aus der Eulenstadt in das Camp am Kugelfang eingeladen hatten. Mehr als 400 Cowboys, Indianer, Trapper, Soldaten und fahrende Händler aus fast ganz Deutschland, Dänemark und Österreich hatten über das Pfingstwochenende auf dem Areal Tipis und andere Zeltkonstruktionen aufgebaut.

Etliche Teilnehmer waren bereits viele Male beim Treffen in Quickborn dabei. Jürgen Kalvari, Martin Wilke, Roland Gursch und Kevin Schlünz gehörten dazu. „Wir haben uns hier vor ein paar Jahren kennengelernt und sind seitdem häufig auf Veranstaltungen dieser Art“, sagten sie. Das Quartett, das aus Bielefeld und Lübeck angereist war, kam in Uniformen der US-Südstaaten-Soldaten, dazu ausgerüstet mit Nachbauten von historischen Vorderladern und Bajonetten. Auch bei anderen Westerntreffen, vor allem bei denen die Schlachten des Amerikanischen Bürgerkriegs nachgestellt werden, sind sie mit von der Partie.


Indianer und Perkussionpistolen


Maik Jürgens, Volker Meier, Heiko Jürgen und Klaus Rei hatten sich als Trapper beziehungsweise Indianer verkleidet. „In unserem Heimatort Zetel bei Wilhelmshaven veranstalten wir selbst Treffen diese Art“, verrieten sie. Nach Quickborn waren sie nur für einen Tag gereist, vor allem um sich Anregungen zu holen, Bekanntschaften aufzufrischen und neue Kontakte zu knüpfen.

Schießwettbewerbe mit Perkussionspistolen und -gewehren, Schwarzpulver- und Patronenhinterlader sowie Unterhebelrepetierer und ein „Quickdraw-Shooting“, bei dem sich die Schützen mit Wachspropfen „duellierten“ - das Sportprogramm bot jede Menge Abwechslung. Auch für Kinder hatten die Organisatoren Kurzweiliges vorbereitet, darunter Bogenschießen unter fachkundiger Anleitung von Vereinsmitgliedern, Ponyreiten, ein Trapperlauf und Goldwaschen. Händler boten Westernutensilien wie Kleidung, Felle, Sättel, Schmuck und Waffen an. Ein Schmied und andere Handwerker ließen sich bei ihrer Arbeit über die Schulter sehen. Am Sonnabendabend wurde im Festzelt eine Sause mit Country- und Westernmusik der Band „Nashville City“ gefeiert.


Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen