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Neujahrsgespräch in Tornesch : Kampf um mehr Zughalte geht weiter

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Ernst Dieter Rossmann verspricht den Bürgern: „Wir bleiben quengelig“.

„Es reicht nicht“, bringt Bürgermeister Roland Krügel (CDU) es auf den Punkt. Auch beim gestrigen Neujahrsgespräch mit dem Bundestagsabgeordneten Ernst Dieter Rossmann (SPD) war die Anzahl der Regionalbahn-Stopps in Tornesch Thema. Ab Dezember dieses Jahres geht es jeweils einmal in der Stunde nach Hamburg-Altona beziehungsweise zum Hauptbahnhof, in Stoßzeiten einmal mehr. Krügel fordert jedoch, dass die Züge im 30-Minuten-Takt in die Hansestadt fahren sollen. „Die ganze Region steht hinter dieser Forderung“, ergänzt Torneschs SPD-Fraktionsvorsitzende Verena Fischer-Neumann. Rossmann verweist darauf, dass dies eine Landesentscheidung sei, versichert aber: „Wir bleiben quengelig.“

Weiteren Handlungsbedarf schildert Krügel Rossmann bei der Anzahl der „Park & Ride“-Plätze am Bahnhof: „Wir liegen bei einer Auslastung von 100 Prozent.“ Durch den Umbau der Autobahn 7 sei zu erwarten, dass sich das Verkehrsaufkommen auf der Autobahn 23 verschärfe. Eine Lösung für Pendler wäre eine Parkpalette auf dem jetzigen Parkplatz. „Die Fundamente sind vorhanden“, so Krügel. Laut Fischer-Neumann werden dabei auch die Abstellmöglichkeiten für Zweiräder aus den Augen gelassen.

Diese Forderungen und Ideen zielen ab auf die Entwicklung der Stadt. „Tornesch kann den größten Einwohnerzuwachs und Wirtschaftswachstum im Kreis vorweisen“, so Rossmann. „In weiser Voraussicht wurde auch die Kinderbetreuung gut aufgestellt.“ Bei Krippenplätzen läge die Abdeckung bei 70 und bei Kita-Angeboten bei 110 Prozent.

Der SPD-Bundestagsabgeordnete versicherte, dass er sich dafür einsetzt, dass Energiekosten für Unternehmen erschwinglich bleiben. „Wir wollen die Industrie in der Region halten“, so Rossmann. Die Pläne der Berliner Großen Koalition sollen Rabatte für die Wirtschaft weiterhin möglich machen und torzdem mit EU-Recht vereinbar sein.

Mit Freude beobachtet Rossmann Torneschs Wohnungspolitik: Dabei werde an eine Mischung für alle Einkommensgruppen gedacht. Das Baugebiet „Tornesch am See“ wäre ein gutes Beispiel dafür. Ein Lob für die Stadt gab es auch für deren Asylpolitik, denn Tornesch würde sich den Asylbewerbern annehmen und sie in Tornesch unterbringen. „Wir regeln das vor Ort, alles andere ist unfair“, erwidert Krügel.

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