Verkehr in Kummerfeld : Kampf gegen Raser

Der Asphalt des Langenbargen, der Kummerfeld mit Borstel-Hohenraden verbindet, ist frisch erneuert. Die veralteten Poller am Straßenrand sollen ersetzt werden, wenn über Verkehrsberuhigungsmaßnahmen entschieden ist.
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Der Asphalt des Langenbargen, der Kummerfeld mit Borstel-Hohenraden verbindet, ist frisch erneuert. Die veralteten Poller am Straßenrand sollen ersetzt werden, wenn über Verkehrsberuhigungsmaßnahmen entschieden ist.

Der Kummerfelder Bau-, Wege- und Umweltausschuss will Geschwindigkeiten messen.

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19. September 2016, 16:00 Uhr

Kummerfeld | Die Anwohner des Langenbargens und des Wohngebietes „Achter de Kark“ in Kummerfeld haben genug von Autofahrern, die deutlich zu schnell durch ihre Nachbarschaft fahren. Mit einer Unterschriftenliste wandten sich die Kummerfelder an die Gemeindevertretungen. Sie fordern eine Geschwindigkeitsberuhigung für den Langenbargen, der Borstel-Hohenraden und Kummerfeld miteinander verbindet. „Borstel-Hohenraden hat mit dem Ausbau der Kummerfelder Straße schon mächtig vorgelegt“, sagte Michael Lohse (SPD), Vorsitzender des Bau-, Wege- und Umweltausschuss, als es in der jüngsten Ausschusssitzung um die Verkehrsberuhigung der Straße ging.

Im Zuge von Arbeiten des Wegeunterhaltungsverbandes wurden Ende August bereits die Banketten der Straße überarbeitet und außerdem frisch asphaltiert. Das führte dazu, dass Andreas Supthut (CDU) mögliche Verkehrsberuhigungen kritisch sah. „Alles, was wir machen, macht die neue fertige Straße wieder kaputt“, kommentierte er. Vorsitzender Lohse beruhigte jedoch: „Beulen sind unglücklich, letztendlich ist die Straße auch ein Rettungsweg.“ Als mögliche Maßnahmen wurden Fahrbahnmarkierung „30 km/h“ jeweils am Anfang der Straße, Fahrbahneinengungen etwa durch Blumenkübel. Zunächst soll jedoch ein Geschwindigkeitsmeßgerät an der Straße aufgestellt werden. „Wenn die Messungen das Problem belegen, dann können wir die Zahlen der Polizei und der Verkehrsbehörde vorlegen“, so Bürgermeisterin Erika Koll (SPD).

Diese werden sowieso bei einem Ortstermin in dieser Woche über Möglichkeiten der Entschleunigung des Verkehrs in der Straße sprechen. Denn: „Eine Verkehrsberuhigung muss von der Verkehrsbehörde beschlossen werden“, sagte Uwe Hanspach (SPD). Bürgermeisterin Koll wieß jedoch daraufhin, dass die Gemeinde eigenständig die „30 km/h“-Markierung anbringen dürfe.

Der Ausschuss stimmte anschließend einstimmig für die Mittelbereitstellung für die Sanierung der Straße. Zunächst ausgeklammert wurden jedoch die neuen Poller für die Bankette. „Lasst uns erstmal gucken, was wir an verkehrsberuhigenden Maßnahmen machen“, sagte Lohse. Die Straßenarbeiten selbst werden laut Vorlage wahrscheinlich mit 25 Prozent der Kosten bezuschusst, da diese zwei Gemeinden miteinander verbinde.

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