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Pinneberger Tageblatt

16. August 2017 | 15:24 Uhr

Ellerhoop : Kampf für die Rettung der Schule

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Eine Bürgerinitiative will den Standort erhalten, aber Torneschs Bürgermeister Roland Krügel erteilt einer Kooperation eine Absage.

Eine Ellerhooper Bürgerinitiative wehrt sich. Sie wollen das drohende Aus der kleinen Dorfschule in Ellerhoop nicht hinnehmen und kämpfen für deren Erhalt. Konstruktiv wollen sie nach einer Lösung suchen. Viel Zeit bleibt ihnen nicht. Gibt es in den kommenden vier Wochen keine Lösung, wird die Schule geschlossen. „Es geht hier um die Zukunft unserer Kinder“, sagt Sven Müller-Sönnewald, einer der Initiatoren der Bürgerinititative. Grund für den Protest: Die Kooperation mit der Trägerschule der Gemeinde Hemdingen wurde zum Ende des laufenden Schuljahres gekündigt. Ohne Trägerschule hat die Grundschule jedoch keine Zukunft.

Trotz sinkender Schülerzahlen gäbe es für die Schule eine Perspektive, sagt Müller-Sönnewald. „Wir brauchen etwa 40 Schüler, um den Standort zu erhalten.“ Durch das Neubaugebiet in der Dorfstraße, in dem sich in den kommenden Monaten viele junge Familien niederlassen, rechnen die Initiatoren sogar mit steigenden Schülerzahlen.

Die Kündigung des alten Kooperationsvertrages wird unter anderem damit begründet, dass in der Trägerschule Hemdingen viele Lehrer auf Grund von Krankheit in Ellerhoop aushelfen mussten. Die Qualität des Unterrichts habe darunter gelitten.

Nun suchen die Mitglieder der Bürgerinitiative, die sich vor etwa vier Wochen gegründet hat, Unterstützer. Mehr als 200 Unterschriften haben sie bereits gesammelt. Eine Möglichkeit, den Standort zu erhalten, sei eine neue Stammschule. „Es geht um das beste Konzept“, sagt Müller-Sönnewald. Eine Lösung, ob öffentlich-rechtlich oder privat, müsse her. Einer Kooperation mit der Tornescher Grundschule erteilte Bürgermeister Roland Krügel (CDU) eine Absage: „Wir haben das Verfahren eingehend geprüft. Aber auch unsere Schulleitung hat gesagt, die Qualität in Tornesch würde leiden.“ Krügel signalisiert jedoch Bereitschaft, die Ellerhooper Kinder in Tornesch aufzunehmen. „Der Weg ist nicht so weit, zudem haben wir Schulbusse. Das würden wir hinbekommen.“

 

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erstellt am 28.Sep.2013 | 16:00 Uhr

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