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Pinneberger Tageblatt

24. Oktober 2017 | 06:57 Uhr

Tornesch : K22: Längere Wände gegen Lärm

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Baubeginn der Kreisstraße durch Tornesch verzögert sich weiter. Fördermittel vom Bund über das Jahr 2019 hinaus unklar.

shz.de von
erstellt am 25.Feb.2015 | 17:00 Uhr

Tornesch | Die vorgesehene Lärmschutzwand für die Kreisstraße 22 (K22) in Tornesch wird länger als bisher vorgesehen. Das bestätigte gestern Kreissprecher Oliver Carstens gegenüber dieser Zeitung. Nun sollen die Schutzwände beidseitig entlang des Museums Mölln-Hof und des Wohngebietes gegenüber verlaufen. Der Schutz vor zu viel Straßenlärm soll laut Kreisverwaltung später auch begrünt werden.

Bisher waren die Planer von einem Mischgebiet gegenüber vom Mölln-Hof ausgegangen. Da es sich aber um ein reines Wohngebiet handelt, sollen die Bewohner nun besser gegen den Lärm der neuen Kreisstraße abgeschirmt werden. Damit verlängert sich die Wand an der Stelle von 49 auf 110 Meter. Sie wird um etwa 70 Zentimeter höher. Die Mauer am Mölln-Hof soll zwischen 3,25 und 3,75 Meter hoch werden, am Wohngebiet ragt der Schutzwall planmäßig 2,20 Meter in die Höhe.

Der Baubeginn verzögert such indes weiterhin. Der Kreis hatte zuletzt die Projektförderung aus dem Haushalt 2015/2016 gestrichen. Nach gegenwärtigem Stand gilt laut Verwaltung, dass der Bau der K22 bis Ende 2019 abgeschlossen sein muss, um die vorhergesehenen finanziellen Mittel zu erhalten. Zurzeit sei offen, ob und wie die Förderung aus Bundesmitteln über das Jahr 2019 hinaus fortgesetzt wird. Das „Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz“ (GVFG) gewährt derzeit Kommunen und Gemeinden finanzielle Hilfe und sollte auch für die K22 genutzt werden.

Derzeit wird noch das zweite Planänderungsverfahren bei der zuständigen Behörde bearbeitet. Aufgrund offener Fragen wird sich der Planfeststellungsbeschluss laut Carstens aber noch hinauszögern. Geändert werden muss die Tunnelhöhe von 4,70 auf 4,50 Meter. Zudem sind für mehrere Gebäude in der Straße Kaffeetwiete die Grundlagen eines Wohngebietes anstelle eines Mischgebietes zu berücksichtigen. Das Verkehrsgutachten muss noch überarbeitet werden. Das zu Grunde liegende Gutachten ist sieben Jahre alt und aufgrund der Rechtsprechung damit veraltet. Es gibt auch noch Abstimmungsbedarf mit der Deutschen Bahn. Der weitere Zeithorizont ist laut Carstens schwer abzuschätzen.

Die K22 beschäftigt die Politik seit Jahrzehnten. Etwa 30 Millionen Euro soll das Projekt kosten. Die Verbindung zwischen Uetersen und der Landesstraße 110 in Tornesch soll ausgebaut werden. Das Vorhaben beruht auf einem Vertrag von 1981 zwischen Tornesch und Uetersen mit dem Kreis Pinneberg.

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