Weinfest : Jury kürt den Dunklen Funkler: Das sind Pinnebergs Weine des Jahres 2018

Die Jury hat entschieden: Für das Pinneberger Weinfest kürten Vertreter aus Wirtschaft und Verwaltung sowie die Weinköniginnen die Weine des Jahres 2018.
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Die Jury hat entschieden: Für das Pinneberger Weinfest kürten Vertreter aus Wirtschaft und Verwaltung sowie die Weinköniginnen die Weine des Jahres 2018. Fotos: Kowalewski

29 Weine waren nominiert. Das Pinneberger Weinfest startet am Donnerstag, 28. Juni.

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08. Juni 2018, 12:00 Uhr

Pinneberg | Das Weinfest hat seinen festen Platz im Pinneberger Veranstaltungskalender: In drei Wochen präsentieren wieder deutsche Winzer vier Tage lang ihre edlen Tropfen in der Innenstadt, von Donnerstag, 28. Juni, bis Sonntag, 1. Juli. Pünktlich dazu haben Vertreter aus Wirtschaft und Verwaltung bei einer Blindverkostung die Weine des Jahres 2018 gekürt. Die elf Jurymitglieder trafen sich bei Brot und Schinken zur Geschmackneutralisierung in der Weinabteilung von Meyers Frischecenter in der Friedrich-Ebert-Straße: Ausgestattet mit Papier und Stift saßen sie zwischen den Regalen, begutachteten Farbe, Geruch und Geschmack der nominierten Weine. Da stutzte so mancher Einkäufer, der vorbei kam.

Preis-Genussverhältnis

Susan Burmester von der Wirtschaftsgemeinschaft gab gleich zu Beginn eine Neuerung bekannt: „Dieses Jahr haben wir erstmals zwei Flaschen von jedem Winzer zur Verkostung.“ Eine Nachricht, die viel Zuspruch fand – auch wenn mancher Wein direkt in einen Eimer ausgeschüttet wurde. Aufgeteilt in drei Jurys für drei Kategorien wurden insgesamt 29 Weine unter die Lupe genommen.

Am Ausschank: Jessica Wiekhorst und Susan Burmester von der Wirtschaftsgemeinschaft Pinneberg verteilten die Flaschen.
Felisa Kowalewski
Am Ausschank: Jessica Wiekhorst und Susan Burmester von der Wirtschaftsgemeinschaft Pinneberg verteilten die Flaschen.
 

Der Pinneberger Wein des Jahres – ein weißer – sollte sich durch ein gutes Preis-Genussverhältnis auszeichnen: Er musste unter fünf Euro liegen und Jahrgang 2017 sein. Zur Jury gehörten Bürgermeisterin Urte Steinberg (parteilos), Gastgeber Jörg Meyer, die amtierende Weinkönigin Denise Klaukien und ihre Nachfolgerin Franziska Drögemöller, die am 29. Juni ihr „Amt“ antritt. Sie testeten acht Weine – schön verpackt in Alufolie und mit einer Nummer versehen, damit keiner vorher einen Blick auf’s Etikett erhaschen konnte. Zu später Stunde stand der Gewinner fest: Der Pinneberger Wein des Jahres ist der 2017er Riesling, halbtrocken, vom Weingut Reinhard und Esther Schmitt aus Ilbesheim. Laut Hersteller saftig mit schmelziger Restsüße.

Schwere Entscheidung

Den Weißwein des Jahres wählte die Jury aus Bürgervorsteherin Natalina di Racca-Boenigk (CDU), Melanie Conrad, Lebensgefährtin von Jörg Meyer, Torsten Kurnoth von Meyers Frischecenter und Tim Glindmeyer vom gleichnamigen Geschäft. Sie wählten unter zehn Weinen den 2017er Sauvignon Blanc trocken vom Weingut Bischel aus Appenheim aus. Eine schwere Entscheidung: Am Ende blieben drei Weine im Rennen um den Titel übrig, die die Jury überzeugten. Die finale Entscheidung fiel mit Mühe und Not für den fruchtigen Wein mit Zitrusnote. Auch dieser Wein musste ein gutes Preis-Genussverhältnis aufweisen in der Kategorie Qualitätswein – mehr als fünf Euro. Burmester erläuterte dazu: „Der teuerste unter den insgesamt 29 Weinen kostet 9,90 Euro.“

Nase rein: Tim Glindmeyer beurteilte in der Kategorie Weißwein des Jahres den Geruch, Geschmack und das Aussehen.
Felisa Kowalewski
Nase rein: Tim Glindmeyer beurteilte in der Kategorie Weißwein des Jahres den Geruch, Geschmack und das Aussehen.
 

Die dritte Jury wählte den Rotwein des Jahres. Dieser durfte maximal sieben Euro kosten und musste aus den Jahrgängen 2015 bis 2017 sein. Aggi Meusel von Meusel’s Restaurant sowie Holger Gieseler und Falko Tzschaschel von der Kanzlei Poppe bildeten das kleinste Team – und hatten die meisten Weine: Elf waren in ihrer Kategorie nominiert. Ihre Entscheidung fiel auf einen Wein mit außergewöhnlichem Namen: den Dunklen Funkler von 2015, ein Rotwein Cuvée vom Weingut Hans Nickel aus Neustadt-Hambach in der Pfalz – kräftig mit Beerennote und bereits prämiert mit dem Goldnenen Kammerpreis 2017.

„Der Abend war rundum gelungen,“ sagte Meyer nach der Kürung. „Es waren sehr gute Weine dieses Jahr und wir haben es uns nicht leicht gemacht. Das Ergebnis ist zufriedenstellend.“ Jetzt könne das 27. Weinfest kommen.

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