zur Navigation springen

Landeswettbewerb : Junggärtner aus dem Kreis Pinneberg sind die Besten

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Drei Lehrlinge aus dem Kreis Pinneberg gewinnen schleswig-holsteinischen Wettbewerb. Bundesentscheid im Herbst.

shz.de von
erstellt am 09.Jun.2015 | 12:15 Uhr

Ellerhoop | Nina Heydorn, Floristin aus Bevern, Christoph Winkelmann, Garten- und Landschaftsbauer aus Pinneberg, und Lasse Brandt, Baumschuler aus Heist, sind die besten Nachwuchsgärtner Schleswig-Holsteins. Sie werden das Bundesland vom 1. bis zum 5. September auf dem Gelände der Bundesgartenschau in der Havelregion vertreten. Dort beteiligen sie sich am Bundeswettbewerb der Junggärtner.

Die drei Auszubildenden im ersten Ausbildungsjahr setzten sich am Sonnabend beim Berufswettbewerb der Junggärtner im Gartenbauzentrum Ellerhoop in der Gruppe A (Auszubildende des ersten und zweiten Lehrjahrs) durch. In der Gruppe B (Lehrlinge im dritten Lehrjahr) siegten Svea Bruns, Andreas Schmidt und Kevin Langfeldt aus Kiel.

Die drei Teilnehmer waren wie die 36 Konkurrenten mit hohen Zielen angereist. „Wir haben uns schon Chancen auf den Sieg ausgerechnet“, sagte Heydorn nach der Preisverleihung durch Claus Heller, Präsident der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein, und Gunnar Beckmann, Vorsitzender des Ausbildungsausschusses im Gartenbauverband. Allerdings sanken die Hoffnungen der Auszubildenden aus dem Kreis Pinneberg nach der ersten von zehn Prüfungen. Im Rollenspiel „Es lebe der Friedhof“ mussten sie als Friedhofsgärtner ein Verkaufsgespräch führen. „Uns war wichtig, dass bestimmte Begriffe wie Nutzungsrecht vorkamen. Darauf haben die Wettkampfrichter genau geachtet“, erläuterte Christiane Nissen aus der Abteilung Gartenbau der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein, die für die Entwicklung der Aufgaben zuständig war.

„Mit so etwas hatten wir nicht gerechnet“, sagte Winkelmann. Und Heydorn ergänzte: „Von da an dachten wir nur: ‚Hauptsache wir haben Spaß.‘“ Mit sieben Punkten holten die Pinneberger übrigens die meisten Punkte aller 13 Startergruppen, die jeweils aus drei Auszubildenden bestanden – wovon sie zu diesem Zeitpunkt nichts ahnten. In den Themen „Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz“ sowie „Kreativität“, für das floraler Körperschmuck erstellt werden musste, gab es für das Trio die Höchstpunktzahl. Nach dem blinden Ertasten von Gemüse gab es 9,75 von 10 Punkten. Einzige Schwäche: der Gewächshausbau. Nur 5,75 Punkte sprangen heraus – womit die drei sogar über dem Durchschnitt lagen.

Der Erfolg war kein Zufall

Für Organisatorin Nissen war der Erfolg kein Zufall: „Gemischte Teams aus verschiedenen Bereichen haben sicherlich die größte Chance. Wenn ich mir aber den Kreativbereich anschaue, dann wachsen die Landschaftsbauer über sich hinaus. Sie gehen anders an die Aufgabe als Floristen, aber die Ergebnisse sind trotzdem toll.“

Bestes Beispiel war das zweite Siegerteam. „Wir sind Garten- und Landschaftsbauer und haben mit Floristik nichts zu tun“, sagte Andreas Schmidt. An ihm wurden die Hosenträger aus Blüten und Blättern angelegt. Mitstreiter Kevin Langfeldt urteilte: „Sieht gut aus, riecht gut und erfüllt eine Funktion. Es hält die Hose fest.“ Wie kam es zur Idee? Die drei Kieler antworteten zeitgleich: „Eine Schnapsidee.“

Die beiden Siegerteams werden vom 29. Juli bis zum 2.  August an der Junggärtnerwoche in der Bildungsstätte des Gartenbaus in Grünberg (Hessen) geschult und auf den Bundesentscheid vorbereitet, der vom 1. bis zum 5. September während der Bundesgartenschau in der Havelregion stattfindet. Der Bundessieger misst sich anschließend mit den besten Junggärtnern Europas.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen