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Jukshausen/Schenefeld : Jukshausen schließt und verzeichnet ein Wirtschaftswachstum

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Spielstadt Jukshausen schließt ihre Tore. Jungen und Mädchen lernen spielerisch den Umgang mit Demokratie und Finanzen.

Jukshausen | Vier Tage lang war das Juks in fester Hand: 90 Kinder und Jugendliche immigrierten am Montag in die Spielstadt Jukshausen und erlebten nicht nur wie sich eine Stadt organisiert, sondern konnten gleichzeitig in verschiedenen „Branchen“ schnuppern und den Umgang mit dem selbstverdienten Geld lernen.

Jeden Tag durften die Teilnehmer sich für einen neuen Beruf entscheiden und wurden entweder Filmemacher, Redakteur bei der stadteigenen Zeitung, Musiker im Percussionstudio, Koch in der „Gerüchteküche“ oder Künstler im Töpferstudio, in der Filzstube, bei der Street-Art-Gruppe oder aber im Tonstudio. Am Mittwoch wurden darüberhinaus noch die Berufe Bibliothekar und Feuerwehrmann angeboten. Die Jungen und Mädchen erhielt für ihre Arbeit ihren Lohn in Juksen, der Währung der Spielstadt, die sie vor Ort benutzten.

Wer keine Lust hatte zu arbeiten, konnte die Option „Reisebüro“ wählen und einen Ausflug unternehmen. „Außerdem hatten wir jeden Tag eine Vollversammlung, in der jeweils für den Tag ein Bürgermeister gewählt wird“, sagte Kerstin Werner, die das Projekt gemeinsam mit Inga Göhlitz 2011 entwickelt hat. Aber auch umfangreiche Themen wie Steuern oder eine leere Staatskasse wurden besprochen. So wurden am Dienstag die Löhne gekürzt, um das Geldsystem zu erhalten. „Uns geht es darum, nicht nur einen Workshop anzubieten, und dann geht es nach Hause, sondern Jukshausen als den Rahmen für die ganze Aktion anzubieten“, so Pädagogin Werner.

Eltern tauschen Euro gegen Jukse

Gestern waren Maurice und Roberta die gewählten Volksvertreter. Und so führten Bürgermeister und Bürgermeisterin durch die Abschlussveranstaltung. Zuerst hatten die Eltern die Möglichkeit, in der Wechselstube Geld umzutauschen und mit Juksen die erstellten Produkte zukaufen, die in den Werkstätten angeboten wurden.

„Wir haben vier Tage lang hart gearbeitet und konnten ein Wirtschaftswachstum verzeichen“, sagte Bürgermeisterin Roberta in ihrer Begrüßungsrede vor Jukshausenern und Besuchern aus der Partnerstadt Schenefeld. Nachdem sie und Amtskollege Maurice sich bei den Leitern der verschiedenen Angeboten mit einer Blume bedankt hatten, wurde die Abschlusspräsentation mit einem Beitrag der Filmwerkstatt eingeleitet. Die Teilnehmer hatten sich in dem Beitrag mit dem Titel „The Ultimate Magic Show of Jukshausen“ mit Castingsshows auseinandergesetzt und sorgten im Publikum mit Zaubertricks und den typischen Phrasen aus der Jury für einige Lacher.

Doch das Publikum durfte nicht nur konsumieren, sondern wurde auch zum Mitmachen aufgefordert. Gemeinsam mit den Teilnehmern der Trommelwerkstatt, die teilweise auf selbstgebauten Instrumenten spielten, wurde geklatscht und gesungen. Musikalisch zeigten sich auch die Jugendlichen, die im Tonstudio gearbeitet hatten. Gemeinsam hatten die 14 Jungen und Mädchen einen Rap-Song über Freundschaft geschrieben und eingesungen, den sie während der Präsentation aufführten. Die Strophe, die Roberta und Anna präsentierten, handelte über Abschied. Abschiednehmen mussten die Jukshausener gestern auch nehmen, denn die Stadt schloss gestern Abend ihre Tore, bis es nächstes Jahr wieder heißt: „Willkommen in Jukshausen.“

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