Jugendwehr meistert Übung

Letzte Instruktionen bevor der Einsatz startete.
1 von 2
Letzte Instruktionen bevor der Einsatz startete.

Brand-Simulation in einem Gewerbegebiet

von
27. August 2018, 16:00 Uhr

Ein Brand auf dem Gelände der Firma Gartenbau Deskau bildete den Abschluss des Ausbildungswochenendes der Jugendfeuerwehr Appen. Mit Blaulicht und Sirenen fuhren die Kinder am Sonnabendnachmittag, 25. August, auf den Hof im Appener Gewerbegebiet vor.

Als sie aus den Feuerwehrwagen stiegen, wurde ihnen als erstes das Szenario erläutert, denn natürlich stand das Haus nicht wirklich in Flammen. Die Aufgabenstellung: Eine Person ist im brennenden Haus und muss gerettet werden. Zudem muss die Ausbreitung des Feuers möglichst schnell gestoppt werden, denn dicht neben dem Haus ist Kaminholz gestapelt. Mit einer Nebelmaschine, die dafür sorgte, dass dichter Rauch aus den Fenstern quoll, wurde der Brand so realistisch wie möglich nachgestellt.

Voller Tatendrang machten sich die Kinder an die Arbeit. Vom Rettungswagen aus wurden in Windeseile die Schläuche miteinander verknüpft, so dass mit der Erstbekämpfung des Feuers begonnen werden konnte. Dadurch wurde ein mögliches Übertreten des Brandes auf die anliegenden Häuser verhindert. Anschließend wurde die weitere Wasserversorgung über den Hydranten gesichert, da die im Einsatzwagen integrierten Tanks nur eine gewisse Füllmenge haben.

Die Suche nach der vermissten Person, die von Ausbilderin Celina Jörs verkörpert wurde, gestaltete sich im dichten Nebel schwieriger. Im Haus konnte man nicht einmal mehr die Hand vor den Augen sehen. Dennoch trugen die Kinder nur wenige Minuten nach dem Betreten des Hauses die Ausbilderin auf einer Trage aus dem Haus. „Es ist schön, die Entwicklung der Kinder bei den Einsätzen zu sehen. Die meisten fangen im Alter von zehn bei uns an und man sieht, wie sie von mal zu mal immer besser werden“, sagte Jugendwartin Ines Rütz voller Stolz.

Der „Dienst“ hatte für die Jugendfeuerwehr bereits am Freitagnachmittag begonnen. 24 Stunden lang waren die Kinder in Bereitschaft. Sechs Mal wurden sie zum symbolischen Einsatz gerufen. Unter anderem mussten sie die Erstversorgung bei einem verunfallten Fahrradfahrer durchführen, eine Ölspur beseitigen und eine Personensuche im Wald vornehmen.

Am Sonnabendmorgen wurden sie unsanft geweckt. Ein vermeintlicher Notfall stellte sich als Fehlalarm heraus. „Auch so etwas kommt bei den Aktiven relativ häufig vor“, erläuterte Rütz. Beim Feuerwehrtechnischen Zentrum in Ahrenlohe durften die Nachwuchs-Feuerwehrmänner noch eine ganz besondere Übung mit Druckluftschaum absolvieren. „Aufgrund der Umweltverschmutzung sind solche Übungen nur an speziellen Plätzen möglich“, schilderte die Jugendwartin. Gemeinsam mit einem Team von neun Betreuern hatte sie das Wochenende organisiert und die Übungen realitätsnah vorbereitet. Der große Aufwand habe sich aber laut Rütz gelohnt.

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen