Jugendliche wollen Insekten retten

Die jahrgangsübergreifende Aktion zur Rettung der Insekten soll wiederholt werden.
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Die jahrgangsübergreifende Aktion zur Rettung der Insekten soll wiederholt werden.

Egenbüttler Jagdpächter und Schüler der Klasse 7c der Brahms-Schule bauen gemeinsam „Hotels“ und Nistkästen / Ab heute Aufbau

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16. April 2018, 16:00 Uhr


Gemeinschaftsprojekt der Egenbüttler Jäger und Schüler der Pinneberger Brahms-Schule: Dazu trafen sich 23      Siebtklässler und drei Elftklässler mit ihrer Biologielehrerin Britta Baum auf dem Hof von Jagdpächter Henning Vogt in Rellingen-Egenbüttel. Als Gemeinschaftsprojekt sollten Insektenhotels und Nistkästen für das Rellinger Ökosystem gebaut werden.

Warum in der Baumschulengemeinde? Darauf weiß Baum eine einfache Antwort: „Der Einzugsbereich unserer Schule ist sehr groß, viele Schüler kommen aus Rellingen.“ Das Material für die Aktion stellte der Hegering VI der Kreisjägerschaft Pinneberg zur Verfügung. Die tatkräftige und handwerkliche Unterstützung kam von den Egenbüttler Jägern, das Know-how lieferten die drei Oberstufenschüler.

Die Hilfsmaßnahme hat eine Vorgeschichte: Eine Gruppe von zwölf Schülern hatten im Zuge des Junior-Projekts eine Schülerfirma gegründet, die es sich zum Ziel gemacht hatte, etwas gegen das Problem des Insektensterbens zu tun. Die Aktivisten haben sich seit fünf Monaten mit dem Bau von Insektenhotels beschäftigt, die im Internet käuflich erworben werden können.

„Es ist toll, wenn jahrgangsübergreifende Aktionen realisiert werden können, um voneinander zu lernen. Ich freue mich, dass die Oberstufenschüler mit großem Elan ihr Wissen bei diesem Projekt an die Siebtklässler weitergegeben haben“, betont die Pädagogin Baum.

Vier Stunden war die Gruppe jüngst im Einsatz. Am Ende entstanden fünf individuelle Insektenhotels und vier Nistkästen. Die Jäger haben nonstop nach den Wünschen der Kinder Bretter und Baumstämme zurecht gesägt. „Es ist super, dass wir ganz kreativ nach unseren eigenen Ideen die Insektenhotels gestalten konnten, und nicht nach einem vorgefertigten Bauplan. Wir sind gespannt, welche Insekten bei uns einziehen werden“, sagte ein Schüler. Ein anderer sieht das Engagement ganz pragmatisch: „Ich habe so etwas noch nie gebaut und werde es sicher für unseren Garten nachbauen. Jetzt weiß ich ja, worauf ich achten muss.“

Jäger Henning Vogt kommentierte abschließend: „Es ist mir eine große Freude gewesen, zu sehen wie die Schüler ihr kreatives und handwerkliches Geschick testen konnten.“

Die Insektenhotels sollen nach den Ferien mit den Schülern an verschiedenen Stellen in den Rellinger Revieren aufgehängt werden. „So können wir in den nächsten Jahren evaluieren, welche Bauweise sich als effektiv für welche Insektenart erwiesen hat. Die langfristige Betreuung macht das Projekt für den Unterricht so sinnvoll und nachhaltig. Es freut mich immer sehr, wenn solche Gemeinschaftsprojekte zustande zustande kommen, denn für unser Ökosystem sind wir alle gemeinsam verantwortlich“, so Biologin Baum. Weitere gemeinsame Aktionen sind geplant.

www.junior-programme.de

www.beesave.co


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