zur Navigation springen

Kreis Pinneberg : „Jugendinitiative mit Pfiff“ - Nachhaltigkeit überzeugt Jury

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Jeanstaschen aus ausgefransten Hosen gewinnen die Auszeichnung „Jugendinitiative mit Pfiff“ in diesem Jahr.

Kreis Pinneberg | Lea Breckwoldt und Rasmus Schmahl schlugen die Hände vors Gesicht, als ihnen bei der Laudatio für den Sieger der „Jugendinitiative mit Pfiff“ klar wurde, dass ihr Projekt gerade vorgestellt wurde. Ungläubig schauten beide zu Betreuerin Carmen Baldzun, dann fielen sich beide in die Arme. Sekunden später verkündeten die Laudatorinnen Julia Schröer und Sandra Hofmann, die im vorigen Jahr den mit 1000 Euro dotierten ersten Preis gewonnen hatten, das Siegerprojekt.

„Das diesjährige Projekt wurde super vorbereitet, hat seine Ziele erreicht und an unserem Kühlschrank hängt es schon“, sagte Schröer und Hofmann ergänzte: „Wenn aus Altem etwas Neues wird, ist es großartig. Wenn es nachhaltig wird, ist es Weltklasse.“ Genau das hatten die Jugendlichen der evangelischen Kirchengemeinde Moorrege/Heist geschafft. Unter dem Motto „Aus alt mach neu“, hatten sie sich darauf konzentriert, alten Gegenständen eine neue Verwendung zu geben. So präsentierten die späteren Sieger auf der Messe vor der Preisverleihung Jeanstaschen, die aus aufgetragenen Hosen entstanden waren.

Den mit 500 Euro dotierten zweiten Preis sicherte sich das Projekt „Asylbewerberhilfe für Kinder“ der Osterkirchengemeinde Kummerfeld. Der dritte Platz ging an die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Schulau aus Wedel, die die Jugendaktion „Auf die Farbe, fertig, los!“ ins Leben gerufen hatte.

„Ein Pfiff weckt auf und er motiviert andere, sich auf einen gemeinsamen Weg zu begeben, um zusammen etwas zu gestalten“, sagte Jörn Folster vom Kreisjugendschutz. Er hielt die Laudatio für den dritten Platz, die aber für alle angemeldeten Projekte zutraf. „Ein Pfiff erzeugt ein Echo. Solche Pfiffe haben die Projekte auch abgegeben und die Menschen erreicht“, so Folster. Wie war die Resonanz auf das Projekt? Hat es eine nachhaltige Wirkung auf die Teilnehmer? Hat es Modellcharakter für andere Organisatoren? Diese Fragen stellte sich die Jury aus Vertretern der Stiftung der Sparkasse Südholstein, des Kreisjugendrings (KJR), des Fachdiensts Jugend und Ehrenamtlichen. „Was uns beim dritten Preis bewegt hat, war die handschriftlich eingereichte Dokumentation. Das ist eine alte Tugend, die kaum noch jemand beherrscht“, sagte Jurymitglied Stefan Reiß.

Vor der Bekanntgabe des Siegerprojekts ergriff Uwe Schwarzenberger, Vorstand der Stiftung der Sparkasse Südholstein, das Wort. „Wir pfeifen auch im nächsten Jahr“, versprach er ein Sponsoring für die 14. Auflage der Jugendinitiative. Er rief dazu auf, sich schon jetzt die Teilnahmebedingungen auf der Webseite des KJR durchzulesen: „Damit wir nächstes Jahr die nächste Strophe pfeifen können.“

Nach der Siegerehrung hatten es die Gewinner eilig, das Geschwister-Scholl-Haus zu verlassen und stürmten an den Gratulanten vorbei. „Wir müssen ins Theater“, sagte Baldzun. Dort stand ihre Tochter Melina auf der Bühne. „Wir wollen sie mit dem Preis überraschen.“

PREISVERLEIHUNG Die Nominierten

Folgende Projekte waren für die Preisverleihung von „Jugendinitiative mit Pfiff“ der Stiftung Sparkasse Südholstein und des Kreisjugendrings nominiert: „Inklusionslauf“ des Partnerclubs Lebenshilfe Schenefeld; „Sommerferienprogramm“ des Kinderschutzbunds Ortsgruppe Elmshorn; „Aus alt mach neu“ der evangelischen Kirchengemeinde Moorrege/Heist; „Reitfun Turnier für Jedermann“ von Alena Harder und Team aus Lutzhorn und Elmshorn; „Hausaufgaben und Nachhilfe“ vom Verein „Brücken der Kulturen“, Pinneberg; „Asylbewerberhilfe für Kinder“ der Osterkirchengemeinde Kummerfeld (Jugendgruppe); „Auf die Farbe, fertig, los!“ der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Schulau Wedel; „Actionbound“ der Deutschen Waldjugend Ortsgruppe Barmstedt.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 07.Dez.2015 | 00:32 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen