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„Pitt aus Pinneberg“ : Jugendbuchautorin macht einen Pinneberger zum Romanhelden

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Silke Förster lässt in Ihrem neuen Buch Pitt aus der Kreisstadt das knöpfchenlose Land suchen.

von
erstellt am 15.Jun.2016 | 16:51 Uhr

Pinneberg | „Fast alle meine Bekannten sind des Berufs wegen nach Hamburg und in den Kreis gezogen“, sagt Silke Förster. Deswegen kam sie auch auf die Idee, aus dem Helden ihres neuen Kinderromans „Pitt aus Pinneberg“ einen Bürger der Kreisstadt zu machen. Der heißt mit Nachnamen Alberichs und geht mit seiner Nachbarin Frau Knöpfchen auf eine große Weltreise – und auf die Suche nach dem knöpfchenlosen Land.

Von Beruf ist die Autorin aus Ostwestfalen eine gelernte Vermesserin. „Das hat so gar nichts mit dem Schreiben zu tun“, sagt sie mit Augenzwinkern. Schriftstellerin wollte sie schon als junges Mädchen werden, aber sie entschied sich zunächst dafür, einen „vernünftigen“ Beruf zu erlernen, erzählt sie. Doch Schreiben gehört zu ihrem Leben. Seit vielen Jahren veröffentlicht sie erfolgreich Aphorismen in Anthologien – sie stehen Seite an Seite mit Autoren wie Goethe, Hesse und Kafka. Aphorismen sind Gedanken oder Lebensweisheiten, die aus nur einem Satz oder wenigen Sätzen bestehen können.

Außer Sinnsprüchen schrieb Förster die beiden Kinderbücher „Odello und der entführte Weihnachtsmann“ und „Schwuppdiwupp - Josefine und das Blödsinnpulver“. Jetzt also ihr dritter Streich. „Es ist eine abenteuerliche Geschichte für erwachsene Kinder oder junggebliebene Erwachsene“, beschreibt Förster ihr Buch. Darin geht es um ein ernstes Thema: Pitt Alberichs Nachbarin Frau Knöpfchen drückt seit vielen Jahren Tag für Tag hunderte von Tasten und Knöpfen. Nun möchte sie das knöpfchenlose Land finden, wo die Menschen wie im Paradies ohne Technik leben.

Über Hamburg nach Shanghai

Zusammen mit dem Unternehmer Dr. Pitt Alberichs begibt sie sich auf die Reise von Pinneberg und Hamburg nach Shanghai, Mauritius, Nicaragua und in viele andere Länder zu Doc Burac. Der alte weise Mann ist es schließlich, der die beiden an den River of Dreams schickt und ihnen erklärt, welche Knöpfchen im Leben wichtig sind und welche nicht. „Das knöpfchenlose Land gibt es gar nicht. Wir müssen uns überlegen, wer in welchen Positionen welche Knöpfe braucht“, sagt Förster. Knöpfe, die Stress machten und Energie verbrauchen, sollte man abgeben. „Pitt aus Pinneberg“ - ist somit ein Buch, das den Leser auch zum Nachdenken anregen soll – so wie „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry, das die Ostwestfälin sehr schätzt.

Ein neues Kinder- und Jugendbuch hat Förster derzeit noch nicht in der Mache. Mit dem Krimidinner, das sie regelmäßig veranstaltet, verbindet die Vermesserin außerdem ihre Leidenschaft für das Kochen mit dem Faible für das Schreiben von Krimis. Und wer weiß – vielleicht wird ihr nächstes Buch ein Kriminalroman.

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