Jugendbeirat will Radweg verbessern

Der Halstenbeker Jugendbeirat mit Victor Ulbricht (von links), Sebastian Wagner, Leon Lienau, Marie Feddersen, Carolin von Sobbe, Julia Oestmann und Lara Singwald will die Fahrradinfrastruktur entlang des Bahndamms verbessern.
Der Halstenbeker Jugendbeirat mit Victor Ulbricht (von links), Sebastian Wagner, Leon Lienau, Marie Feddersen, Carolin von Sobbe, Julia Oestmann und Lara Singwald will die Fahrradinfrastruktur entlang des Bahndamms verbessern.

Zusammen mit der Verwaltung soll ein Konzept für die Zuwegung zum Schützenplatz entstehen, der die Politik überzeugt

shz.de von
16. Juni 2018, 17:16 Uhr

„Im Winter habe ich gemerkt, wie nervig es ist, dort langzufahren“, begründete Lara Singwald im Jugendbeirat ihren Vorschlag, den Radweg am Schützenplatz und zwischen Bahndamm und Schrebergärten in Halstenbek auszubauen. „Hosen, die vorher blau waren, waren danach braun. Da ist eine vernünftige Lösung, vielleicht eine Asphaltierung, notwendig“, sagte Singwald. Leon Lienau, stellvertretender Vorsitzender des Jugendbeirats, pflichtete ihr bei der Sitzung am Mittwoch bei: „Das ist echt problematisch. Dabei fahren da gefühlt 75 Prozent der Schüler täglich lang.“ Doch einfach einen Antrag stellen, der abgelehnt wird, ist dem Jugendbeirat zu wenig. „Wir wollen ihn so stellen, dass er in den Fraktionen Zustimmung findet“, sagte Singwald. Daher hatten die Jugendlichen Vertreter aus den Ratsfraktionen eingeladen, um diese von ihrem Vorschlag zu überzeugen.

„Das ist echt eine Katastrophe. Schlaglöcher und Wasser sammelt sich in den Pfützen – das ist keine Weiterführung einer Fahrradstraße“, sagte Jürgen Malke (Grüne). Auch sein Parteikollege Manfred Rühmann stimmte zu, hatte aber eine Einschränkung: „Ihr seht schon, dass ihr größtenteils auf Verständnis stoßt. Der finanzielle Rahmen muss aber abgesteckt werden.“ Malkes Lösung sorgte für Gelächter: „Ich bin doch im Finanzausschuss. Das kriegen wir schon hin.“ Auch Stephan Walter (CDU) und Leo Wolframm (SPD) sahen die ungeklärte Kostenfrage als Problem. Diese will der Jugendbeirat mit der Verwaltung klären. Doch auch innerhalb des Jugendbeirats gab es Klärungsbedarf. „Wie kommen wir dann zur Schule?“, fragte Julia Oestmann. Lienau hatte eine pragmatische Lösung: „Es wird wie bei jeder Baustelle eine Umleitung eingerichtet. Dann müssen wir fünf Minuten eher aufstehen oder uns fahren lassen.“

Nicht nur über Zukunft der Infrastruktur, sondern auch über die eigene berieten die Jugendlichen am. Da mittlerweile zwei der elf gewählten Jugendbeiräte ihr Amt niedergelegt haben, soll die Satzung des Beirats geändert werden, um Nachwahlen zu ermöglichen. „Sonst sind wir irgendwann nicht mehr entscheidungsfähig“, sagte der Vorsitzende Victor Ulbricht. Mindestens sechs und maximal zehn Mitglieder und zehn Ersatzmitglieder müssen dem Gremium angehören.

Wie gibt man 500 Euro sinnvoll aus? Dass sich das gar nicht so einfach gestaltet merkten die Jugendlichen, als es darum ging, den Gewinn in Höhe von 500 bei der „Jugendinitiative mit Pfiff“ zu verplanen. Der Jugendbeirat war für die Planung des Outdoor-Geländes am Krupunder See ausgezeichnet worden. Eine bessere Zuwegung schlug Ulbricht vor, während Lienau die Idee hatte, das Geld bei einem Grillfest „wortwörtlich zu verbraten“. Eine Entscheidung wurde vertagt. Bei drei Ja-Stimmen und vier Enthaltungen entschied der Jugendbeirat, auch um den Sieg bei dem Projekt des Kreisjugendrings und der Stiftung der Sparkasse Südholstein zu kämpfen. „Damit könnten wir unser Budget deutlich erweitern“, sagte Ulbricht.

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