Pinneberg : Jugend organisiert klassisches Konzert

Freuen sich auf die Premiere von „Klassik im Kiez“: Die Künstlerische Leiterin der Drostei, Stefanie Fricke (v. l.), die Schülermanager Nicole Brug, Frederieke Bothe, Beeke Loof und Leander Forsthoff sowie Mona Ritter, FSJlerin Kultur in der Drostei, holen gemeinsam die Geigerin Christa-Maria Stagnorra nach Pinneberg.
Freuen sich auf die Premiere von „Klassik im Kiez“: Die Künstlerische Leiterin der Drostei, Stefanie Fricke (v. l.), die Schülermanager Nicole Brug, Frederieke Bothe, Beeke Loof und Leander Forsthoff sowie Mona Ritter, FSJlerin Kultur in der Drostei, holen gemeinsam die Geigerin Christa-Maria Stagnorra nach Pinneberg.

Zusammenarbeit zwischen Stiftung Landdrostei, der Johannes-Brahms-Schule und Musikwettbewerb „Tonali“. Konzert am 15. Januar.

shz.de von
19. Dezember 2014, 16:00 Uhr

Pinneberg | Jugend an klassische Musik heranführen. Ein Talent fördern und promoten. Erfahrungen im Kulturmanagement sammeln. All dies vereint derzeit eine Zusammenarbeit zwischen der Stiftung der Landdrostei, der Johannes-Brahms-Schule und der „Tonali GmbH“, die den nationalen Musikwettbewerb in Hamburg austrägt. In Pinneberg wird das Ergebnis der Kooperation zu sehen und vor allem zu hören sein, wenn am 15. Januar ab 19.30 Uhr Christa-Maria Stangorra an der Violine in der Drostei auftritt.

Das Festival „Zwölf.Orte“ – mit zwölf Spielstätten in und um Hamburg und dem Motto „Klassik in deinem Kiez“ – feiert in diesem Winter Premiere – und Pinneberg mit seiner Drostei ist einer davon. „Das ist eine schöne Gelegenheit, zeigen zu können, dass hier vor der Haustür eine Menge Hochwertiges passiert“, sagt Stefanie Fricke erfreut. Die Künstlerische Leiterin der Drostei bezeichnet die gebürtige Mindenerin Stangorra als „wunderbare Geigerin“. Nicht zu Unrecht, so viel ist sicher: In der diesjährigen Auflage des „Tonali“-Wettbewerbs hat die 19-jährige Musikerin den Preis für Musikvermittlung gewonnen. „Sie konnte dem Publikum am besten ihre Musik nahe bringen“, erklärt Fricke. Denn auch darauf achtet die Jury des Musikpreises.

In Pinneberg wird die junge Solistin von Daria Parkhomenko am Klavier begleitet. „Wir freuen uns über junges Publikum, aber alle Klassik-interessierten können sich auf ein ansprechendes Konzert freuen“, verspricht Fricke. An der Organisation haben mit Nicole Brug, Frede-rieke Bothe, Beeke Loof und Leander Forsthoff vier Achtklässler der Pinneberger Johannes-Brahms-Schule (JBS) entscheidenden Anteil.

Denn jedem der zwölf Wettbewerbsteilnehmer werden Partnerschulen zugeordnet – im Falle von Christa-Maria Stangorra war es die JBS. Als so genannte Schülermanager besuchten die vier einen Workshop, bei dem über ihre Tätigkeiten gesprochen wurde. Ob Programm, Plakate, Kartenverkauf und Catering am Konzertabend – in alle Planungsprozesse sind die Schülermanager eingebunden. Unterstützt werden sie dabei von Mona Ritter, Kultur-FSJlerin der Drostei. „Die Zusammenarbeit klappt gut, wir haben viel E-Mail-Kontakt und besuchen uns gegenseitig“, berichtet Ritter. Keine anspruchslosen Aufgaben für junge Gymnasiasten, findet Fricke: „Bei dem Workshop waren viele Zehnt- und Elftklässler. Für Achtklässler ist das ein viel größerer Schritt. Aber die vier machen das super und lernen dabei Dinge über Projektmanagement.“ Die Drostei beteilgt sich an einem Festival, „das hamburgweit plakatiert ist“, wie Fricke erklärt. JBS-Schüler lernen über den Lehrplan hinaus. Eine Musikerin auf dem Sprung in eine Orchester- oder Solistenkarrriere bekommt Aufmerksamkeit. Auf den 15. Januar dürfen sich Klassikinteressierte freuen – ob jung oder alt.

Karten für das Konzert zum Preis von fünf Euro gibt es sowohl in der Drostei selbst, Telefon 04101-21030, als auch in der Buchhandlung Bücherwurm, Dingstätte 24, Telefon 04101-23211.
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