Schülern Zukunftsperspektiven aufzeigen : Johannes-Brahms-Schule und Agentur für Arbeit unterzeichnen einen Kooperationsvertrag in Pinneberg

Unterzeichneten den Kooperationsvertrag: Siegfried Walther (l.) und Uwe Schäfer von der Arbeitsagentur sowie Christiane Seifert (Zweite v. l.) und Susanne Godbersen von der Johannes-Brahms-Schule.
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Unterzeichneten den Kooperationsvertrag: Siegfried Walther (l.) und Uwe Schäfer von der Arbeitsagentur sowie Christiane Seifert (Zweite v. l.) und Susanne Godbersen von der Johannes-Brahms-Schule.

Johannes-Brahms-Schule und Agentur für Arbeit unterzeichnen Kooperationsvertrag.

shz.de von
28. Januar 2015, 12:00 Uhr

Pinneberg | Was will ich eigentlich werden? Studium oder Ausbildung? Damit die Schüler der Pinneberger Johannes-Brahms-Schule auch zukünftig bereits vor ihrem Schulabschluss Antworten auf Fragen der Berufsorientierung finden, wollen Schulleitung und Agentur für Arbeit ihre bisherige Zusammenarbeit auch für die Zukunft sichern.

Gestern unterzeichneten die Koordinatorin für Schulentwicklung Christiane Seifert, die stellvertretende Schulleiterin Susanne Godbersen sowie Uwe Schäfer, und Siegfried Walther von der Berufsberatung der Agentur für Arbeit Elmshorn, eine Kooperationsvereinbarung zum Thema Übergang von Schule in Studium oder Beruf. Dass sei wichtig für den Fall, dass Akteure in Schule oder Arbeitsagentur wechseln, damit beide Seiten wissen, „was eigentlich Programm gewesen ist“, wie Schäfer erklärte.

„Es ist wichtig für uns alle, dass Schüler frühzitig orientiert werden. Es gibt so viele Möglichkeiten für Gymnasiasten und viele Möglichkeiten, sich zu informieren. Das heißt nicht, dass sie informiert sind“, so Schäfer. Der „Generation Unentschlossen“ fehle eine Art Kompass. Immerhin gebe es mehr als 16.000 Studiengänge und 520 betriebliche Ausbildungen in Deutschland, sagte Walther. „Es kommt häufig vor, dass es auch in den Elternhäusern nicht mehr soviel Beratung gibt“, sagte Seifert. Deshalb habe sie die Veranstaltung „Huch, mein Kind macht Abitur“ ins Leben gerufen, bei der die Arbeitsagentur ebenso auf Elternabenden vertreten sei.

Bereits vor zehn Jahren begann Seifert die Zusammenarbeit mit der Arbeitsagentur aufzubauen und das Konzept zur Berufsorientierung zu erweitern. So gibt es vor den Schulpraktika in den achten Klassen eine erste berufsorientierende Veranstaltung im Berufsinformationszentrum (BIZ). Regelmäßig alle zwei Monate kommen Berufsberater in die Schule, um Oberstufenschüler bei Bedarf individuelle Tipps zu geben. Hinzu kommt Unterstützung durch Vorträge, Bewerberseminare oder bei Berufsorientierungstagen.

Schäfer weiß, dass die Abbrecherquote eines Studiums oder einer Ausbildung bei 35 Prozent liegt. Man müsse in sich hineinhorchen und sich richtig einschätzen, so Walther. Fragen wie „Ist ein Studium überhaupt das richtige für mich?“, seien wichtig. Godbersen weiß: Frühzeitig über eigene Schwächen und Stärken nachzudenken sei entscheident für die persönliche Zufriedenheit.

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