Bürgermeisterwahl 2018 : Jitendra Sharma will ins Pinneberger Rathaus

Der 47-jährige Jitendra Sharma tritt zur Bürgermeisterwahl in Pinneberg an.

Der 47-jährige Jitendra Sharma tritt zur Bürgermeisterwahl in Pinneberg an.

Pinneberger Taxifahrer fordert die Amtsinhaberin Urte Steinberg heraus. Er lebt seit 1993 in Pinneberg.

shz.de von
18. Juli 2018, 12:10 Uhr

Pinneberg | Jetzt ist  es offiziell: Jitendra Nilam Chand Sharma, 47, fordert  Amtsinhaberin Urte Steinberg (parteilos) im Zuge der Bürgermeisterwahl am Sonntag, 9.September, heraus.  Am Dienstagabend war der gebürtige Inder, der sich in Pinneberg eine Existenz aufgebaut hat, bei der Sitzung des Wahlausschusses anwesend. Das Gremium ließ beide Kandidaten zur Wahl  zu.

Innerhalb von nur einer Woche hatte Sharma  die nötigen 175 Stimmen zusammen: „Ich habe darauf gewartet, dass es einen Gegenkandidaten gibt. Aber es gab keinen. Dann habe ich mich dazu entschieden, selbst zu kandidieren“, sagt Sharma. Es sei doch ungerecht, wenn es nur einen Kandidaten geben würde. 

Für die Pinneberger CDU ist Sharma kein Unbekannter: Er war in der Fraktion, stellvertretendes Mitglied im Umweltausschuss und hat sogar während der vorigen Bürgermeisterwahl Flyer mit Urte Steinberg am Bahnhof verteilt, wie er betonte.

Der Bahnhof liegt dem Taxifahrer, der mittlerweile nicht mehr in der CDU ist, am Herzen. „Es gibt dort keine Toiletten.“  Das wolle er ändern. Als Taxifahrer kommt er mit einer Menge Menschen zusammen. Aus Erfahrung wisse er: „60 bis 70 Prozent sind unzufrieden.“ Seine Kunden schütten ihm das Herz aus: Deswegen will er die Schulbausanierung forcieren, dafür sorgen, dass die Kitagebühren in Pinneberg gesenkt werden und ein besseres Management  im Rathaus einführen.

Vor allen Dingen stellte er klar: „Ich will den Pinnebergern dienen, schließlich komme ich aus einem Dienstleistungsgewerbe.“ Pinneberg sei eine gute Stadt zum Leben. Deswegen sei er hier geblieben. 

„Ich begrüße es, dass es einen Gegenkandidaten gibt. Denn zur Demokratie gehört eine Wahl und zur Wahl eine Auswahl“, sagte am Steinberg am Dienstagabend.

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