Jims Bar: Partyspaß ohne Alkohol

mustafa
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Kreisjugendring und das Pinneberger Präventionsteam bieten mit Jims Bar ein Cocktail-Mobil inklusive Schulungskonzept an

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14. Februar 2018, 16:00 Uhr

Jims Bar, das Jugendangebot für Feten, Partys, Abibälle und Veranstaltungen jeder Art, ist wieder beim Kreisjugendring und nicht mehr beim Therapiezentrum Ahornhof angesiedelt. Das Konzept: Bei Jims Bar steht Partyspaß ohne Alkohol und aufklärende Jugendarbeit im Mittelpunkt.

Das Projekt ist mittlerweile landesweit in Schleswig-Holstein etabliert. Es verbindet die Idee einer alkoholfreien Cocktailbar für Jugendliche mit Suchtprävention und Kreativität. „Für die Jugendlichen stellen der professionelle Auftritt mit Verkaufswagen, der zugehörigen Ausstattung und die Darstellung der eigenen Fähigkeiten bei Veranstaltungen einen großen Anreiz dar. Wer den Bar-Wagen ausleihen und alkoholfreie Cocktails anbieten möchte, kann dies für 75 Euro pro Tag machen. Die Leihgebühr beinhaltet alles, was man für das Mixen von Cocktails braucht. Verbrauchsmaterialien wie Säfte und andere Zutaten gehören nicht dazu und müssen natürlich zusätzlich gekauft werden,“ erklärt Ingo Waschkau (Foto), Geschäftsführer beim Kreisjugendring Pinneberg, mit Sitz in Bramstedt.

Unter blauem Himmel und bei herrlichem Sonnenschein hatten die Mitarbeiter des Kreisjugendrings gestern die mobile Bar im Park des Anwesens aufgebaut und präsentierten den frisch umgestylten Barwagen und ihre Talente als Cocktailmixer.

„Erlebnispädagogik gilt heute als integrativer Bestandteil ganzheitlicher Erziehungs- und Bildungskonzepte. Auch in der Kinder- und Jugendarbeit hat Erlebnispädagogik seinen ganz festen Standpunkt und wird gern als etwas Besonderes genutzt. Wir bieten unseren Vereinen und Verbänden, aber auch unseren Kunden verschiedene Angebote an. Erlebnispädagogik und Teamtraining zielen ganz klar auf Angebote für die Jugendverbandsarbeit und auf Gruppen, die etwas erleben möchten“, erklärt Waschkau.

Zu diesem Ansatz passt auch das Konzept von Jims Bar. Außer dem Gemeinschaftserleben in speziellen Cocktailkursen, beim Zubereiten und Verkaufen wird ganz unverkrampft – und ohne erhobenen Zeigefinger – auf die Problembereiche Jugendschutz und Suchtprävention eingegangen. Allerdings nicht frontal, sondern in kleinen Gruppen und auf Augenhöhe. „Das Ziel ist es, eine bessere Kooperation innerhalb der Gruppe zu erreichen. Sowie Jugendlichen auf Vereinsfesten und kommunalen Veranstaltungen ein attraktives Getränkeangebot als Alternative zu den klassischen alkoholischen Drinks zu bieten“, erläutert Simon Schütte, pädagogischer Mitarbeiter beim Kreisjugendring.

Tatsächlich zeigt Jims Bar eindrucksvoll, dass Alkoholprävention nicht immer neu erfunden werden muss, um erfolgreich zu sein. Damit bewährte Ansätze aber auch heute noch greifen, muss Sinn fürs Detail vorhanden sein, alle Elemente des Angebotes höchste Professionalität zeigen und man darf auch nicht davor zurückschrecken, sich an heutigen Freizeitangeboten messen zu lassen. All das hat Jims Bar unter Beweis gestellt und der Erfolg gibt diesem Ansatz Recht. Der Slogan „Jims ist da, wo was los ist!“ positioniert Alkoholprävention attraktiv, alternativ und jugendgerecht. Wer sich an der Bar aufhält und dort einen exotischen Cocktail genießt, muss keine Imageverluste in seiner Peer-Group befürchten. „Denn hier kann sich jeder mit seinen Freunden sehen lassen, Musik hören, in Szene setzen und miteinander Spaß haben, und das in vielfältiger Weise“, erklärt Waschkau und freut sich auf weiterhin guten Zulauf.

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