Schenefeld : Jetzt will auch Penny neu bauen

Der Penny-Markt an der Altonaer Chaussee wurde erst 2012 eröffnet.
Der Penny-Markt an der Altonaer Chaussee wurde erst 2012 eröffnet.

Rewe setzt an der Altonaer Chaussee auf neues Einzelhandelskonzept. Stadt lehnt größeren Markt ab. Politik entscheidet Donnerstag.

shz.de von
24. März 2015, 10:00 Uhr

Schenefeld | Bei den Discounter-Standorten in Schenefeld ist mächtig Bewegung. Nicht nur Aldi setzt an der Friedrich-Ebert-Allee auf mehr Verkaufsfläche. Jetzt ist auch die Rewe-Gruppe aktiv geworden. Sie will den bestehenden Penny-Markt an der Altonaer Chaussee aufgeben und auf dem angrenzenden Grundstück einen neuen Penny-Markt errichten. Dafür wäre Grunderwerb nötig.

Die Verkaufsfläche würde von jetzt 800 Quadratmeter auf dann 1000 Quadratmeter anwachsen. Der Penny-Markt an der Altonaer Chaussee war erst 2012 eröffnet worden. Hintergrund des Vorstoßes: Auf dem hart umkämpften Discounter-Segment möchte der Einzelhandelsriese Rewe die Penny-Märkte zu sogenannten Hybrid-Discountern – eine Mischung aus Supermarkt und Discounter – entwickeln und sich damit von Konkurrenten abgrenzen.

Rewe hat der Stadt Schenefeld auch eine Nachnutzung für das bestehende Gebäude offeriert. Es soll verpachtet werden. Erste Präferenz: Dort soll ein Drogeriemarkt einziehen. Aber auch andere Nutzer, die beispielsweise Haushaltswaren oder Kleinmöbel anbieten, wären laut Rewe an diesem Standort denkbar.

Rewe hat ein Konzept erarbeitet – dabei aber wohl die Rechnung ohne die Stadt gemacht. Denn die lehnt das Vorhaben an der Altonaer Chaussee nach Prüfung ab. Der Fachdienst Planen und Umwelt kommt zu dem Ergebnis, dass es bereits ausreichend Verkaufsflächen in Schenefeld gibt. Vor allem im Lebensmittelbereich sollen Verkaufsflächen zudem nur noch an den integrierten und bestehenden Standorten in der Siedlung, im Dorf und im Stadtkern entstehen. Auch im Leitbild der Stadt hat sich die Politik dafür ausgesprochen, den Stadtkern durch Ansiedlung von Einzelhandel zu stärken. Schenefeld hat im Rahmen des Städtebauförderprogramms gerade mit den Planungen zur Schaffung eines echten Statdtkerns begonnen.

Über den Rewe-Plan entscheidet am Donnerstag, 26. März, der Stadtentwicklungsausschuss. Die Sitzung beginnt um 19 Uhr im Rathaus. Dann geht es auch um den Bau einer Kindertagesstätte am Sandstückenweg. Der Standort, an dem ein Friedhof geplant war, der später per Bürgerentscheid wieder beerdigt worden war, wurde von der Politik ins Gespräch gebracht.

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