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Kreis Pinneberg : Jetzt trommeln die Unternehmen für Olympia

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

IHK: Die Wirtschaft in der Region profitiert von den möglichen Spielen.

Kreis Pinneberg | Nach Ansicht der Industrie- und Handelskammer zu Kiel (IHK) wäre die Austragung der Olympischen Spiele in Hamburg ein großes Konjunkturprogramm für Norddeutschland. Derzeit ist die Kammerspitze auf Werbetour, um sich für Hamburg als Olympiastadt 2024 oder 2028 einzusetzen.

Hauptgeschäftsführer Jörg Orlemann und der Elmshorner Zweigstellenleiter Paul Raab erläuterten im Gespräch, warum Spiele in Hamburg ihrer Ansicht nach ein starker Impuls für die Wirtschaft in der Region sein würden. Orlemann sieht in den Spielen „eine Chance für uns alle im Norden“. Sehr langsam vorankommende Infrastrukturprojekte wie die A20 seien kein Hindernis für eine Bewerbung. „Im Gegenteil. Es hängt nicht an der Planung, sondern am politischen Willen und am Geld. Würde Hamburg Olympiastadt, würden alle großen Projekte zügig fertig“, sagt Orlemann. Raab ergänzt: „Das gilt auch für die Bahn. Pinneberg bekäme mit Sicherheit ein drittes Gleis.“

Nach Einschätzung von Orlemann geben die Spiele besonders Hotels, Gastronomie, Einzelhandel und Kulturanbietern einen Schub. 42.000 Hotelzimmer würden allein für die Olympische Familie benötigt. Laut Raab bringt das Kulturprogramm sogar mehr Geld, als die Wettbewerbe selbst. „Da haben wir im Kreis Pinneberg Einiges zu bieten.“

Von der Olympia-Begeisterung  profitiere auch der Vereinssport. „Das  Internationale Olympische Kommitee, beteiligt zudem die Austragungsländer an den Erlösen aus den Spielen. Das kommt den Verbänden zugute“, sagte Orlemann. Volkswirtschaftlich brächten die Spiele nach Abzug der Investitionskosten auf jeden Fall ein Plus.

Großen Widerstand von Hamburger Unternehmen, die für den Bau der Sportstätten im Hafen umgesiedelt werden müssten, befürchtet Orlemann nicht: „Wir werden Lösungen finden. Die Mehrheit der IHK-Unternehmen unterstützt die Bewerbung.“ Zu einer möglichen Terminkollision mit der Fußball-Europameisterschaft (EM), die der Deutsche Fußballbund 2024 austragen will, sagte Raab: „Organisatorisch ist das laut IOC möglich.“ Außerdem stehe noch nicht fest, ob die Olympia-Bewerbung für 2024 oder 2028 abgegeben würde.

Am kommenden Wochenende fragen Meinungsforscher Menschen in Hamburg und Berlin, ob sie eine Bewerbung ihrer Stadt unterstützen. Das Ergebnis gilt als Basis für die Entscheidung des Deutsche Olympische Sportbunds (DOSB), wer international ins Rennen geht.

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erstellt am 19.Feb.2015 | 16:00 Uhr

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