Stadtradeln : Jetzt strampelt auch Pinneberg für saubere Luft

Auf zum Stadtradeln: Erster Stadtrat Klaus Seyfert zerschneidet das Startband.
Auf zum Stadtradeln: Erster Stadtrat Klaus Seyfert zerschneidet das Startband.

Die Kreisstadt ist in diesem Jahr zum ersten Mal dabei. Die Aktion selbst gibt es als europäische Klimaschutz- Kampagne schon seit mehreren Jahren.

shz.de von
11. Juni 2014, 12:00 Uhr

Pinneberg | Eine Gesamtleistung von 765 Kilometern. Das erbrachte die erste Etappe des Pinneberger Stadtradelns, für die 25 Männer, Frauen und Kinder sich am Pfingstmontag abstrampelten. Wären sie mit Autos gefahren, hätte das die Umwelt mit über 110 Kilogramm Kohlendioxyd (CO2) belastet.

Die Kreisstadt ist in diesem Jahr zum ersten Mal dabei. Die Aktion selbst gibt es als europäische Klimaschutz- Kampagne schon seit mehreren Jahren. 13161 teilnehmende Radfahrer legten dabei über zwei Millionen Kilometer zurück und ersparten dem Klima mit ihrer Muskelkraft seit Jahresbeginn schon fast 300.000 kg C02. Aber nicht nur die Luft profitiert von der Aktion, sondern auch die Radler, denn die atmen gesünder ein und aus, als wenn sie hinter dem Lenkrad säßen. So jedenfalls begründet das Klima-Bündnis deutscher Städte und Gemeinden ihre Kampagne. Mit ihrem Beitritt will Pinneberg deutlich machen, wie wichtig ihr beides ist. Erster Stadtrat Klaus Seyfert, selbst ein begeisterter Radler, sowie Gabriele Winter vom Fachdienst Verkehr versprachen denn auch, dass Politik und Verwaltung alles tun werde, was dem Radfahren weiteren Aufschwung geben könne. Angesichts klammer Kassen allerdings eher eine vage Zusage, wie sie einräumten.

Die Routen für das erste Pinneberger Stadtradeln hatte die Ortsgruppe des ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club) ausgetüftelt. Man konnte wählen zwischen gemütlichen zehn Kilometern vom Drosteiplatz bis zum Wolnysee an den Funktürmen und zurück oder der 45-Kilometer-„Mühlentagtour“ bis zur Barmstedter Schlossinsel. Das war aber nur der Anfang. Denn noch drei Wochen lang können die Pinneberger „Radkilometer“ sammeln, als Soloradler oder in Mannschaften. Am Ende der Aktion werden im September die Erfolgreichsten aufs Siegertreppchen gebeten, Deutschlands fahrradaktivste Kommunen sowie die fleißigsten Radlerteams. Pinnebergs ADFC-Chefin Juliane Besendahl ermutigte deshalb unschlüssige Zuhörer auf dem Drosteiplatz, sich gerne noch in den kommenden Tagen der Aktion anzuschließen.

Zuhörer gab es an diesem Tag viele, denn ehe die Radfahrer sich auf ihre Drahtesel schwangen, zelebrierten über 400 Christen aus freikirchlichen, evangelisch-lutherischen und katholischen Gemeinden der Stadt ihren traditionellen ökumenischen Gottesdienst vor der Drostei. Ihre biblische Betrachtung zum „Atem des Lebens“, schloss die weltliche Atemluft und das gesunde Luftholen ein. Der katholische Diakon Guido Nowak stellte demonstrativ sein Fahrrad aufs Podium.

Wer noch mitradeln will: telefonische Anmeldung bei Gabriele Winter im Rathaus, 04101-211129, oder im Internet unter www.stadtradeln.de.
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