Jetzt rollen die Spielzeugautos

Die Kita-Kinder vom Ostermannweg und ihr Leiter Thomas Engemann (Mitte) haben wieder ein eigenes Dach über dem Kopf. Andreas Brenner, Geschäftsführer des Pinneberger Kita-Werks, und Bürgermeisterin Urte Steinberg (parteilos) kamen zur offiziellen Übergabe des ehemaligen Verkehrsamtes.
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Die Kita-Kinder vom Ostermannweg und ihr Leiter Thomas Engemann (Mitte) haben wieder ein eigenes Dach über dem Kopf. Andreas Brenner, Geschäftsführer des Pinneberger Kita-Werks, und Bürgermeisterin Urte Steinberg (parteilos) kamen zur offiziellen Übergabe des ehemaligen Verkehrsamtes.

Kita Ostermannweg zieht in das ehemalige Straßenverkehrsamt / Offizielle Eröffnung mit Politik und Kirche / Montag kommen die Kinder

shz.de von
18. August 2018, 16:00 Uhr

Kinder rennen durch den Raum, lachen und schreien vor Lebenslust. Zahlreiche Menschen – Vertreter der Pinneberger Politik, Vertreter der Kirchengemeinden, und Eltern – stehen in der 200 Quadratmeter großen Tobe-Halle im ehemaligen Straßenverkehrsamts vom Kreis Pinneberg. Endlich. Die ehemalige Kita Ostermannweg hat ihren Umzug in die neuen Räume vollbracht. „Dort, wo in der Vergangenheit solide Verwaltungsarbeit betrieben wurde, ist heute Leben“, sagte Andreas Brenner, Geschäftsführer des Kitawerks Pinneberg. Ende gut, alles gut – Zumindest für zwei Jahre. Danach soll die Kita zurück in den Ostermannweg. Allerdings in ein neues Gebäude.

Rückblick: Zehn Monate ist es her, dass die Kita Ostermannweg geschlossen werden musste. Grund: Sanierungsstau (unsere Zeitung berichtete). Die Kinder mussten auf neue Räumlichkeiten aufgeteilt werden. Das riss nicht nur die Kinder aus ihrem gewohnten Umfeld. Auch die Eltern mussten umdisponieren, um ihre Kinder zum jeweiligen neuen Standort bringen zu können. Doch jetzt gehört das alles der Vergangenheit an. Das ehemalige Verkehrsamt des Kreises Pinneberg wurde kinderfreundlich zu einer Kita umgebaut. Gestern fand die offizielle Übergabe statt.

„Wir sind alle so froh, dass dieser Umbau so wunderbar geklappt hat“, sagte Pinnebergs Bürgermeisterin Urte Steinberg (parteilos). Erst im Mai fiel der Beschluss zum Umbau in der Ratsversammlung. „Ich danke allen voran unserem KSP und den beteiligten Firmen, die einen ehrgeizigen Plan perfekt umgesetzt haben“, führte sie weiter aus. „Die Zusammenarbeit aller Beteiligten hat reibungslos funktioniert“,berichtete die Bürgermeisterin. Die Politik gab die 422 000 Euro für den Umbau frei. Etwa 4500 Euro kostet die Stadt die monatliche Miete an den Kreis Pinneberg. „Aber wir wollen heute nicht an Rechnungen denken, sondern nur daran, dass es gut ist, wie wir dieses Projekt gemeinsam hingekriegt haben“, sagte Steinberg.

Einen besonderen Dank richtete Steinberg in ihrer Rede an die Eltern der Kita-Kinder. „Sie sind extrem engagiert und haben sich für Lösungen eingesetzt“, sagte sie. Hervorgetan habe sich vor allem Jeanine Duphorn. „Sie war in vielen Ausschusssitzungen zu Gast und hat sich für den Erhalt der Kita stark gemacht“, berichtete die Bürgermeisterin. Das sei nicht selbstverständlich. „Wir haben gemeinsam für unseren Willen gekämpft – und gewonnen“, sagte Duphorn.

Geschenke gab es zur Einweihung natürlich auch. Die Bürgermeisterin brachte zwei Spielzeugbagger mit. Mit denen können die Kinder künftig auf dem mehr als 1000 Quadratmeter großen Spielplatz im Sand buddeln. „Dass wir den Spielplatz dort aufstellen konnten, ist nicht zuletzt auch Famila zu verdanken. Ein Teil der Fläche wurde uns von dort zur Verfügung gestellt.“

Violeta Sarach ist Erzieherin in der Kita. „Ich bin sehr froh, dass wir nun einen Ort haben, an dem wir alle wieder zusammen sind“, sagte sie. Sie habe sich auch über die Unterstützung von außen gefreut. „Die Firma Horstia Wolle hat uns reichlich beschenkt, um uns die Zeit angenehmer zu gestalten“, sagte sie.

Für Thomas Engemann, den Leiter der Kita, ist es ein Neuanfang im doppelten Sinne. Seit dem 1. August führt er die Tagesstätte. „Ich freue mich sehr darauf, wenn am Montag alle Kinder zu uns kommen und mit großen Augen die neuen Räume betrachten werden“, sagte er dankbar.

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