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Johannes-Brahms-Schule in Pinneberg : Jetzt ist die Ausgabeküche offiziell eröffnet

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Bereits 150 Essen werden täglich ausgegeben. Die Investitionskosten liegen bei 333.000 Euro.

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erstellt am 02.Okt.2015 | 12:30 Uhr

Pinneberg | „Wozu hat der Mensch das himmlische Geschenk der Hoffnung empfangen?“, zitierte Bürgermeisterin Urte Steinberg den Komponisten Johannes Brahms. Das passte in zweifacher Hinsicht: Gestern wurde die Ausgabeküche an der Pinneberger Johannes-Brahms-Schule (JBS) offiziell eröffnet. Dazu bedurfte es allerdings drei Jahre. Immer wieder war es zu Verzögerungen gekommen.

Doch das Engagement des Teams vom Elternverein „Kommunikationszentrum an der JBS“, der auch im Februar vor einem Streit nicht zurückschreckte, hat sich ausgezahlt. Für 333.000 Euro ist die 50 Quadratmeter große Küche nun auf dem neuesten Stand. Auch ein zwölf Quadratmeter großer Nebenraum ist vorhanden. Die Decke in der Küche ist saniert worden. Sie war undicht, Schimmel hatte sich gebildet, Sporen wurden in der Luft gemessen.

Bereits Anfang der Woche haben die Schüler in der Ausgabeküche ein Mittagessen serviert bekommen, wie Schulleiterin Ortrud Bruhn während der feierlichen Eröffnung, an der auch Kommunalpolitiker teilnahmen, mitteilte. „Es war ein langer Weg. Zwei Schritte vor, zwei zurück, zwei Schritte seitwärts. Aber jetzt können wir die Cafeteria eröffnen. Das ist ein Anlass zur Freude“, sagte sie.

Sie sind für Schüler wie Jette Beermann da: Die Cafeteria-Fachkräfte Marie Eisfeld (v. l.), Beate Grabbe-Volquardsen und Nicole Taubert.
Sie sind für Schüler wie Jette Beermann da: Die Cafeteria-Fachkräfte Marie Eisfeld (v. l.), Beate Grabbe-Volquardsen und Nicole Taubert.
 

Das finden auch die Schüler. Der Ansturm auf die warmen Mahlzeiten ist enorm. Zuvor gab es nur kalte Küche, obwohl die Einrichtung eine Ganztagsschule ist. „Es werden bis zu 150 Essen ausgegeben. Mit diesem Ansturm hatten wir nicht gerechnet. Aber keine Angst. Es verhungert niemand“, sagte Marion Beermann vom Kommunikationsverein. Und so läuft es: Der Verein hat die Firma Lollo Rossa mit dem Cateringservice beauftragt – der Preis für ein Essen liegt bei etwa drei Euro. Um den Betrieb aufrechtzuerhalten, wurden zwei Cafeteria-Fachkräfte auf 450-Euro-Basis eingestellt. „Wir sind sehr zufrieden mit dem Angebot. Es gibt Vollkorn- und Bioprodukte“, sagte sie. Die Gerichte müssen von den Schülern in bar gezahlt werden. Am Ende des Monats rechnet der Verein mit dem Cateringservice ab.

Doch mit der Eröffnung der Ausgabeküche ist die Geschichte noch nicht zu Ende erzählt. „Die Plätze in der Aula reichen kaum aus und die Küche ist viel zu klein für die vielen Essensportionen“, sagt Christoph Forsthoff vom Kommunikationsverein. So haben die Mitglieder bereits ein neues Ziel ins Auge gefasst: Dass die größte Schule der Stadt auch endlich eine richtige Mensa bekommt.

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