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Barmstedt : „Jetzt fahren die Laster alle durch den Galgenberg“

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Die Umleitung des Verkehrs der Mühlenstraße sorgt für Unmut. Ein Ende dieser Maßnahme soll aber in Sicht sein.

shz.de von
erstellt am 20.Sep.2013 | 16:00 Uhr

Den Bahnübergang an der Mühlenstraße in Barmstedt passieren normalerweise 4800 Fahrzeuge pro Tag. Weil ein Abwasserkanal saniert werden muss, wird dieser Verkehr seit einer Woche über Brunnenstraße, Galgenberg und Erlengrund umgeleitet – was bei manchen Anwohnern auf Verärgerung und Unverständnis stößt. „Jetzt fahren auch die Laster alle durch den Galgenberg, was sie gar nicht dürften. Und wenn sie in  den Erlengrund abbiegen wollen, kommen sie da kaum rum“, bemängelte eine Anwohnerin.

Fachamtsleiter Uwe Dieckmann erklärte dazu auf Anfrage unserer Zeitung, der Galgenberg sei von der Brunnenstraße bis zum Erlengrund als Umleitungsstrecke auch für Lkw zugelassen. Den restlichen Abschnitt bis zur Lutzhorner Landstraße (K 2) dürften sie dagegen tatsächlich nicht befahren – was, von der K 2 aus kommend, auch ausgeschildert sei. „Aber wir gehen dem Hinweis gern nach, werden uns die Lage anschauen und gegebenenfalls nachbeschildern“, sagte Dieckmann.

Zugleich warb er bei den Anwohnern um Verständnis für die vorübergehenen Belastungen. „Wir wissen, dass es vor allem am Erlengrund für große Fahrzeuge eng werden kann. Aber es geht leider nicht anders. Und es ist ja ein Ende absehbar.“

Der Abwasserzweckverband (azv) will voraussichtlich in zwei Wochen mit der Sanierung des Kanals fertig sein. Dazu werde bei Bedarf auch im Zwei-Schicht-Betrieb gearbeitet, sagte Projektleiter Jan Rogge gestern. Die Baustelle hat es in sich: Der defekte Kanal liegt in rund 3,50 Meter Tiefe, und der sanierungsbedürftige, etwa 16 Meter lange Abschnitt unterquert die AKN-Gleise. Der Zugverkehr laufe dennoch fahrplanmäßig weiter, „aber die Züge dürfen am Übergang nur noch maximal 20 km/h fahren“, so Rogge. Zwei AKN-Mitarbeiter stehen ständig am Übergang, um die Zugführer zu warnen und aufzupassen, dass die Gleise nicht absacken.

Eine für den azv ärgerliche Panne gab es im Vorfeld der Arbeiten: Die 45 000 Euro teure Kamera, mit der der Kanal untersucht wurde, sei in selbigen eingebrochen, berichtet Rogge. „Bisher haben wir sie nicht herausholen können. Und wenn, wird sie wohl nicht mehr zu gebrauchen sein.“ Denn durch den Kanal, durch den auch die Meierei ihr Abwasser entsorgt, rauschen zwölf Liter Abwasser – pro Sekunde.

Für Fußgänger und Radfahrer bleibe der Bahnübergang während der gesamten Zeit passierbar, „und auch Rettungsfahrzeuge kommen überall hin“, so Rogge. Die Arbeiten werden etwa 80 000 Euro kosten, schätzt er.

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