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Aldineubau in Schenefeld : Jetzt bringt die Stadt eine neue Idee ins Spiel

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Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Neubau an der Friedrich-Ebert-Allee könnte aus Sicht der Verwaltung um 90 Grad gedreht werden. Positive Signale aus der Politik.

Schenefeld | Der geplante Aldi-Neubau an der Friedrich-Ebert-Allee erhitzt seit Wochen die Gemüter in Schenefeld. Am kommenden Donnerstag, 23. April, steht das Thema erneut auf der Tagesordnung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt. Grund: Die Stadtverwaltung präsentiert in Abstimmung mit dem Discounter eine neue Bauvariante. Diese sieht vor, den Neubau im südöstlichen Bereich des Grundstücks zu errichten und das Gebäude gegenüber den bisherigen Planungen um 90 Grad zu drehen. Besucher, die nicht mit dem Auto ankommen, könnten damit künftig direkt von der Friedrich-Ebert-Alle in den Markt gelangen – ohne den Parkplatz überqueren zu müssen. Verwaltung und Aldi versprechen sich damit weniger Lärmbelastung.

Denn exakt darum geht es. Das ursprüngliche Modell, den Markt im Norden des Areals zu bauen, sorgte für einen Sturm der Entrüstung – insbesondere bei den Anwohnern der Straße Kehrwieder, deren Grundstücke zum Teil direkt an die Fläche angrenzen. Lärm, möglicher Wertverlust sowie die Perspektive, künftig auf eine meterlange Betonwand zu blicken, entfachten den Bürgerärger, der sich Ende März bei der offiziellen Vorstellung der Pläne im Rathaus entlud. Weder die Verwaltung noch Aldi-Vertreter Lars Dücker vermochten die Wogen damals zu glätten.

Dass die neue Variante nun das Wohlwollen des Ausschusses findet, dafür gibt es indes erste positive Signale. „Am besten wäre aus meiner Sicht der Neubau am alten Standort. Aber das neue Modell ist auf jeden Fall ein Fortschritt. Denn von der Nordseite halte ich überhaupt nichts “, sagt Ausschussmitglied Hubert van Gerpen (Grüne). Auch Manfred Pfitzner, der als Vorsitzender der Wählergemeinschaft Bürger für Bürger (BfB) schon seit Bekanntgabe der Neubau-Pläne für die Anwohner kämpft, hält den Vorstoß für „brauchbar“. Zumindest die Einschränkung der Sicht sei auf diese Weise kein Thema mehr, der Lärm zumindest nicht so gravierend. Die größte Lärmquelle seien nicht in erster Linie Besucher und startende Fahrzeuge, sondern die Maschinen, die den Lebensmittelmarkt am Laufen halten: Kühlung, Wärmepumpe, Papierpresse. „Es hieß beispielsweise, die Kühlungsgeräusche seien mit Laubrauschen vergleichbar. Aber davon kann keine Rede sein“, so Pfitzner. SPD und CDU wollen sich erst am Montag zu dem Thema beraten.

Der neue Aldi-Markt soll eine Höhe von 3,60 Metern und eine Verkaufsfläche von 1200 Quadratmetern aufweisen – 300 mehr als der alte Markt. Die Zahl der Parkplätze soll 195 betragen – genauso viele wie bei der von Aldi bislang bevorzugten Bauvariante am Nordrand des Grundstücks. Die Ausschusssitzung findet im Sitzungssal des Rathauses, Holstenplatz 3-5, statt. Die Sitzung beginnt um 19 Uhr.

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erstellt am 18.Apr.2015 | 10:00 Uhr

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