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Böningstedt / Hasloh : Jetzt auch Proteste aus Hasloh

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Reithalle: Politiker aller Fraktionen der Nachbargemeinde monieren mangelnde Information.

shz.de von
erstellt am 17.Okt.2014 | 16:00 Uhr

Hasloh | Kaum ein Hasloher hatte je davon gehört, dass es im Ort einen Weg namens Brakelstwiete gibt. Seitdem in den letzten Wochen vermehrt Baufahrzeuge die schmale Beton-Spurbahn passieren, um an die Baustelle der Reithalle zu gelangen, ist der Weg jedoch in aller Munde. Denn: Die schnellste Zufahrt zum Baugrundstück führt über den Tangstedter Weg.

„Es kann doch wohl nicht sein, dass eine Hasloher Straße kaputt gefahren wird, um auf eine Bönningstedter Baustelle zu gelangen – wer bezahlt denn den Schaden?“, bringt es eine Anwohnerin auf den Punkt. Das sieht der Hasloher FDP-Fraktionsvorsitzende Kay Löhr auch so. „Im Rahmen des gemeindlichen Einvernehmens wurde nur die Gemeinde Bönningstedt einbezogen. Das ist für mich nicht nachvollziehbar“, sagt Löhr. Die Auswirkungen der Erschließungsmaßnahmen sowie das entstehende Verkehrsaufkommen durch die Nutzung der Pferdestallungen beträfen ausschließlich Hasloh. „Wie wird mit eventuell notwendigen Ausbaumaßnahmen oder Schäden an den Verkehrswegen umgegangen?“, fragt Löhr.

Zudem müssten zur Beurteilung des Bauvorhabens das Wasser-, Abfall- oder Immissionsschutzrecht in die Abwägung einbezogen werden. „Auch das betrifft Hasloh“, so Löhr weiter. Das Baugrundstück liege zwar auf Bönningstedter Gebiet, grenze aber an zwei Seiten direkt an Hasloher Gemeindegebiet, erklärt Löhr. „Wir sind im Vorfeld weder über das Bauvorhaben informiert worden, noch sind Gemeindevertretung und Bauausschuss in das gemeindliche Beteiligungsverfahren einbezogen worden. Das ist für mich absolut unverständlich“, sagt Löhr.

Auch Thomas Krohn, Fraktionschef der CDU und Vorsitzender des Bauausschusses äußert seinen Unmut. „Wir sind enttäuscht darüber, dass wir überhaupt nicht informiert oder angehört worden sind“, sagt er. Die Erschließung über die Hasloher Straßen könne Spuren hinterlassen. „Da hätte man mit dem Bauherrn vorher sprechen müssen“, sagt Krohn.

Bürgermeister Bernhard Brummund (SPD) findet es „sehr ungewöhnlich“, dass die Gemeinde Hasloh nicht involviert wurde. „Es ist nur schwer nachzuvollziehen, dass wir nicht offiziell in Kenntnis gesetzt wurden“, so Brummund.

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