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Tennisclub Bönningstedt : Jens Walz ist neuer BTC-Vorsitzender

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Rolf Lammert zieht sich aus dem Vorstand zurück. Erbpachtvertrag löst schwierige Verhandlungen aus.

von
erstellt am 22.Apr.2016 | 16:30 Uhr

Bönningstedt | Ein sehr schwieriges und emotional aufregendes Jahr liegt hinter dem Bönningstedter Tennisclub (BTC). „Nicht wegen des Sports, sondern wegen des Erbpachtvertrags und den unterschiedlichen Auffassungen darüber“, betonte der Vorsitzende Rolf Lammert während seiner Begrüßung der Mitglieder zur Jahreshauptversammlung.

Da er in seiner Funktion als Vorstand des Vereins an den politischen Diskussionen wegen Befangenheit nicht habe teilnehmen können, habe er sich dazu entschlossen, nicht wieder zu kandidieren. „Ich möchte den Verein künftig als Politiker unterstützen“, erklärte Lammert. Insgesamt sehe er die Entwicklung des Vereins positiv. Waren 2007 nur 112 erwachsene Mitglieder zu verzeichnen gewesen, seien 2015 von 204 Mitgliedern 56 Kinder und Jugendliche im Verein gewesen. „Wir haben die Talsohle durchschritten“, so seine Überzeugung.

Im Kassenbericht zeigte Carsten Lindemann auf, dass der Tennisclub durchaus in der Lage sei, sich selbst zu tragen – allerdings nicht, wenn, der Erbpachtvertrag vollständig übernommen werden würde, wie kurz vor Ende letzten Jahres seitens der Verwaltung auf Drängen der Gemeinde vertraglich eingefordert worden war. „Wir hätten Insolvenz anmelden müssen, deshalb haben wir den Vertrag abgelehnt“, erklärte Berit Adams.

Keine Details zu den Verhandlungen

Gemeinsam mit Alexander Scholz, Jens Walz, Carsten Lindemann und André von Appen habe sie als Team die Verhandlungen mit der Gemeinde und dem Verpächter aufgenommen und zwischenzeitlich mehrere Gespräche geführt. „Unser Ziel dabei ist, den BTC am Leben zu erhalten, uns keine Feinde zu machen und eine tragbare Situation für alle Seiten zu schaffen“, betonte Adams. Es bleibe dem Verein derzeit nichts anderes übrig, als abzuwarten bis die Rechtslage geklärt sei, denn alle Parteien hätten sich zwischenzeitlich einen Rechtsbeistand gesucht. „Der Spielbetrieb für dieses Jahr ist auf jeden Fall gesichert“, bekräftigte Adams.

Bürgermeister Peter Liske (BWG) schilderte die Situation aus Sicht der Gemeinde: „Insgesamt kostet die Pacht 17  000 Euro im Jahr, davon bezahlt die Gemeinde derzeit 10.000 Euro – das dürfen wir nicht“, erklärte Liske. Es handele sich dabei um eine freiwillige Leistung, die angesichts der schlechten Haushaltslage und der Kommunalaufsicht im Nacken nicht zu rechtfertigen sei. „Wir müssen einen Weg finden, da rauszukommen“, sagte Liske. Aufgrund der laufenden Verhandlungen könnten derzeit keine weiteren Details bekanntgegeben werden.

Bei den Wahlen übernahm Jens Walz den Staffelstab von Rolf Lammert. Lediglich Walz’ Frau stimmte zur allgemeinen Erheiterung dagegen. Erste Stellvertreterin ist Berit Adams, zum zweiten Stellvertreter wurde Olav Diers gewählt. Alexander Scholz bleibt Sportwart. Als Kassenprüfer stellten sich Mike Stahmer und Thomas Christe zur Verfügung.

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