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Pinneberger Tageblatt

21. Oktober 2017 | 09:40 Uhr

„Jeder sollte sich über Kinder freuen“

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Wohnungsbau an Rellingens Meisenstraße: Anwohner fürchtet Unruhe durch Familien

von
erstellt am 14.Mai.2014 | 16:00 Uhr

Die Pläne der Neuen GeWoGe, an der Meisenstraße in Rellingen-Krupunder „bezahlbaren Wohnraum“ mit 28 Wohneinheiten zu errichten, wird von den alteingesessenen Anwohnern mit Argusaugen verfolgt. Während der Sitzung des Ausschusses für Bauwesen und Umwelt am Dienstag, 20. Mai, um 19 Uhr im Ratssaal des Rathauses in der Hauptstraße 60 wird das Gremium über das Protokoll der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung vom 8. April diskutieren.

Keine Frage: Die Menschen im unmittelbaren Umfeld des GeWoGe-Areals – die leer stehenden zweigeschossigen Gebäude sollen durch Neubauten ersetzt werden – im Bereich Zeisigstraße und Amselstraße sowie nördlich der Adlerstraße lassen die Planungen nicht kalt. Seit mehr als 50 Jahren leben dort Menschen.

Stadtplaner Peter Scharlibbe und Tom Rasmussen, Chef des Fachbereichs Planen und Bauen im Rathaus, geben Versprechen:
> Aufgrund des an das Plangebiet angrenzenden Gewerbegebiets sei ein Lärmgutachten in Auftrag gegeben worden
> es bleibe bei einem „allgemeinen Wohngebiet“ und werde nicht zu einem Mischgebiet umgewandelt
> die drei neuen Gebäude – zwei Mehrfamilienhäuser und eine Reihenhauszeile – würden wieder mit zwei Vollgeschossen versehen
> die neuen Gebäude würden nicht näher an das Gewerbegebiet rücken
> pro Wohnung sei ein Pkw-Stellplatz geplant
> der Mindestabstand von drei Metern zum Nachbargrundstück werde eingehalten.

Parkplatz-Druck, Regenwasser-Situation, Verschattung oder der Abstand zu Nachbargrundstücken – Bürgermeisterin Anja Radtke (parteilos) zeigte Verständnis für die Sorgen. Doch die „Voraussetzungen schaffen für die Einrichtung von bezahlbaren Wohnraum“ habe Priorität.

Die Äußerung eines Anwohners, dass 28 Wohneinheiten das Fassungsvermögen der Meisenstraße übersteige und dass „gegebenenfalls eine Anzahl von 56 oder mehr Personen mit gegebenenfalls Kindern für Unruhe im Quartier führen“, zeigte zu guter Letzt Stadtplaner Scharlibbe kein Verständnis. Und veranlasste ihn zum souveränen Konter: Durch einen Bebauungsplan könnten nicht die Grundrisse der Wohnungen beziehungsweise die Anzahl der Zimmer geregelt werden. Aber: „Jeder sollte sich über Kinder freuen.“

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