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Pinneberger Tageblatt

23. Oktober 2017 | 15:44 Uhr

Jazzmusik „zwischen den Jahren“

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

ErfolgsmodellNeues Projekt des Fördervereins SummerJazz Pinneberg erfährt große Resonanz / Konzertreihe auch im kommenden Jahr

Was der Förderverein SummerJazz anpackt, wird ein Erfolg. Kein Wunder also, dass auch sein neuestes Konzert-Projekt „zwischen den Jahren“ bis auf den letzten Platz ausverkauft war und 210 Gäste im Ratssitzungssaal mit den drei Jazz-Legenden Abi Wallenstein (Gitarre und Gesang), Martin Röttger (Schlagzeug, Cajon) und Matthias Schlechter (Piano und Gesang) zum Jahresabschluss eine große Party feierten.

„Das gab es noch nie. Wir hatten die Werbeplakate gerade acht Tage stehen, da konnten wir sie schon wieder einräumen. Ausverkauft!“, sagte Herbert Hoffmann (Foto) als Verantwortlicher für die Veranstaltungen der „Jazz im Foyer“-Reihe. „Wir hätten für heute weit mehr als 500 Karten verkaufen können. Ich kann jetzt schon verkünden, dass wir auch 2017 Jazz im Foyer - zwischen den Jahren – wiederholen werden. Und dann wegen der großen Nachfrage gleich mit zwei Terminen“, verriet der stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins SummerJazz.

Dann hieß es Showtime. Die musikalische Eröffnung übernahm der trotz Erkältung aufspielende und singende Pianist Matthias Schlechter zusammen mit Schlagzeuger Martin Röttger zum 1957er-Blues „Shake Baby Shake“ von William Thomas „Champion Jack“ Dupree noch im Duett. Dann gesellte sich mit Abi Wallenstein wohl einer der herausragendsten Künstler der europäischen Bluesszene dazu. Mit Gitarre, Hut und weißer Weste. „Weiß gibt Hoffnung. Denn die ist in der heutigen Zeit wieder wichtiger denn je“, ließ Wallenstein, der ab sofort das Gesangs-Kommando am Mikrofon übernahm, auch bei der Auswahl so manches Stückes einen kleinen Seitenhieb auf die Weltpolitik zu.

Wie bei seiner Eigenkomposition „Nobodys Children“ zum Thema Kriegskinder oder „einer weiteren tragischen Geschichte“ mit „Titanic“ aus den 30er-Jahren. „Untergang. Passt zu dieser Zeit“, beließ es der 1945 in Jerusalem geborene Blues-Interpret dann jedoch bei der Kategorie nachdenklich machender Stücke. Fortan schaffte er es, die jazzhungrige Fangmeinde dank seiner markant-rauchigen Stimme, dem exzellenten Gesang und einer hervorragenden Schlagzeug- und Piano-Begleitung mehr und mehr in Wallung zu bringen. Ob „I never will go back to Alabama“ (J. B. Lenoir), „Silver City“ mit dem eindringlichen Refrain „I am on my Way, Babe .  .  .“ oder „The Maker“ von Daniel Lanois: Spätestens bei den Rolling Stones („Route 66“), beim Boogie Woogie oder der als „Abschiedskuss“ deklarierten zweiten Zugabe „Everybody Needs Somebody“ (Blues Brothers) hielt es die Besucher nicht mehr auf den Sitzen. „Wieder einmal klasse. Wir sind schon zu vielen Konzerten hier beim SummerJazz gewesen. Es hat sich immer gelohnt“, freute sich Volker Struve aus Haselau, der zusammen mit Eberhard Gelbke schon 60 Minuten vor Konzertbeginn einen Platz in Reihe eins ergattern konnte.

Auch im kommenden Jahr soll „Jazz im Foyer“ wieder seinen Platz im Pinneberger Rathaus bekommen. „Wir freuen uns, dass unser Verein hier zu einer festen Jazz-Institution werden konnte. Wir sind mittlerweile derart stark bei Bands gefragt, dass die Anfragen schon bis ins Jahr 2019 reichen“, sagte Hoffmann. Er verwies zunächst auf die drei Eröffnungs-Events des Jahres 2017, welches mit jeder Menge Swing beginnt. „Genauer gesagt mit Olaf Barkow und dem Hanse-Swing-Projekt am 20. Januar, ehe am 17. Februar fünf kreative Jungs unter dem Namen „SPITZ“ selbst gebackene Popmusik, organisch verbunden mit Soul-, Funk-, und Jazzelementen, präsentieren“, so Hoffmann.

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