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Datum und Waldenau : Jahreshauptversammlung des Sozialverband-Ortsverbands

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

„Wir vertreten die Schwachen“ - Stärke durch 12.500 Mitglieder.

shz.de von
erstellt am 13.Apr.2015 | 16:00 Uhr

Pinneberg | „Wir müssen stark sein, denn wir vertreten die Schwachen.“ Das war die Botschaft, die Siegrid Tenor-Alschausky in die Jahreshauptversammlung des Sozialverbands- Ortsverbands Waldenau trug. Der Kampf gegen drohende Altersarmut, gegen die ungleiche Bezahlung von Männern und Frauen bei gleicher Arbeit, sowie für eine bessere ärztliche Versorgung in ländlichen Regionen sei noch lange nicht gewonnen, so die stellvertretende Kreisvorsitzende des Sozialverbands. Nur in Sachen Mindestlohn registrierte sie einen ersten Etappenerfolg.

Mit etwa 12.500 Mitgliedern im Kreis sei der Verband zahlenmäßig stärker als alle Parteien zusammengenommen, hob Tenor-Alschausky hervor. Das mache die Organisation für die Politik zu einem Gegenüber, der ernst genommen werde. Sie sei deshalb zuversichtlich, dass der Verband auch weiterhin Verbesserungen durchsetzen könne.

Dabei widmete sie dem ungerechten Lohngefälle zwischen den Geschlechtern ihr besonderes Augenmerk. Die drei ersten Monate des Jahres und dann noch bis in den April hinein müsse eine berufstätige Frau zusätzlich arbeiten, um das zu verdienen, was ein Mann bei genau gleicher Arbeit bereits am 31. Dezember auf dem Konto habe, rechnete Tenor-Alschausky der Versammlung vor.

Als Heerschau der Stärke war die Waldenauer Versammlung allerdings nicht gut geeignet. Von den 266 Mitgliedern – zehn weniger als im vergangenen Jahr – hatten sich nur 29 im Gemeindesaal der Kreuzkirche eingefunden, fast 20 weniger als bei der vorjährigen Hauptversammlung, Und als Zuhörer der stellvertretenden Kreisvorsitzenden waren sie recht unaufmerksam. Die Gäste hatten sich offenbar selbst viel zu erzählen. Immer wieder musste Ortsvorsitzender Uwe Bornholdt deshalb lautstark um Ruhe bitten.

Denn beim Waldenauer Ortsverband geht es gesellig zu. Regelmäßig kommen sie zum Bingo und Skatspielen zusammen. Am 13. Mai wollen sie gemeinsam Spargel essen. Im Juli soll es ein Grillfest geben, im November das traditionelle Grünkohlessen. Und dann natürlich eine Nikolausfeier.

Auch bei ihren Hauptversammlungen geht es stets mehr um gemütlichen Klönschnack bei Kaffee und Gebäck. Und natürlich um Ehrungen für Verbandstreue: Monika Krogmann und Gerhard Maaß gehören seit 30 Jahren dazu. Ilselott Buchholz, Werner Knapp und Horst Witt halten dem Verband seit mittlerweile 25 Jahren die Stange. Käthe Bünting, Erika Friedrichsen und Anni Kohl sind seit zehn Jahren dabei. Allerdings konnten nur vier von ihnen ihre Urkunden und Präsente persönlich in Empfang nehmen. Den übrigen werden Bornholdt und seine Vorstandskollegen Hausbesuche abstatten.

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