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Moorbrände halten Wehr in Atem : Jahresbilanz der Feuerwehr in Tornesch

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Einsätze der Feuerwehrleute in Tornesch steigen um fast ein Drittel auf 133 im Jahr 2015. Immer mehr weibliche Mitglieder.

shz.de von
erstellt am 26.Jan.2016 | 16:00 Uhr

Tornesch | „Eine große Gefahr im letzten Jahr waren die Brände im Moor“, sagte Marcus Rohwedder, stellvertretender Wehrführer der Ortswehr Esingen der Freiwilligen Feuerwehr Tornesch, während der Jahreshauptversammlung. Die Anzahl der Einsätze für die gesamte Feuerwehr Tornesch waren im vergangenen Jahr um fast ein Drittel von 102 auf 133 gestiegen. Vor allem die Öleinsätze – von null auf zehn – und die Fehlalarmierungen schlugen sich in den gestiegenen Zahlen nieder. Diese hatten sich im Vergleich zu 2014 im vergangenen Jahr von 20 auf 38 fast verdoppelt. „Das kann man als Fluch und Segen betrachten“, sagte der stellvertretende Kreisbrandmeister Stefan Mohr. Die Feuermelder würden zwar Fehlalarme auslösen, hätten aber schon Leben gerettet. „Daher muss man das immer mit beiden Augen betrachten“, sagte Mohr.

Aktuell sind 64 Mitglieder in der Einsatzabteilung der Ortswehr aktiv. Hinzu kommen 15 Ehrenmitglieder sowie 201 fördernde Mitglieder. „Wir haben fast zehn Prozent Frauen in der Wehr. Die Tendenz ist steigend“, sagte Rohwedder. Auf der Jahreshauptversammlung wurden mit Daniel Stahr und Marko Schättinger zwei neue Mitglieder aufgenommen. 32 der Aktiven seien derzeit auch als Atemschutzgeräteträger im Einsatz – drei mehr als im Vorjahr. Das Durchschnittsalter der Aktiven liege derzeit bei 36,6 Jahren. Im Jugendbereich wurden im vergangenen Jahr mehr als 65.000 Stunden Jugendarbeit mit den aktuell 20 Jungen und fünf Mädchen geleistet.

Bei den Wahlen wurde Marc Hinz als Gruppenführer erste Gruppe wiedergewählt. Jan Rosenthal wurde stellvertretender Gruppenführer der vierten Gruppe, Hans Joachim Mölln wurde zweiter Zugführer und Michael Mölln neuer stellvertretender Kassenwart. Ralf Diedrichsen wurde zum neuen Schriftführer und Pressewart gewählt. Nach 18 Jahren war für seinen Vorgänger Thomas Ueckert Feierabend. „Schriftführer kommt von der Arbeitsbelastung direkt nach der Wehrführung. Zumindest, wenn man es so macht wie Thomas“, lobte Ortswehrführer Günther Pieper. Er übergab dem scheidenden Schriftwart einen Gutschein für eine Kurzreise. „Ich habe damals von meinem Vorgänger 548.000 Ordner mit Unterlagen bekommen“, erinnerte sich Ueckert an seinen Amtsantritt. Während er einen USB-Stick aus seiner Dienstjacke zog, sagte er: „Heute sind die 548  000 Ordner hier drauf.“ Symbolisch übergab er seine digitale Arbeitsmappe an seinen Nachfolger, den er in der Anfangsphase unterstützen werde, so Ueckert.

Daniel Stahr wurde auf der Hauptversammlung zum Feuerwehrmann, Ralf Diedrichsen und Pascal Stahr zum Hauptfeuerwehrmann, Paula Stümer zur Hauptfeuerwehrfrau sowie Sascha Gruntmann zum Oberlöschmeister befördert. Zudem wurden Bruno Bäcker für 50-jährige, Thomas Münster für 40-jährige, Marc Hinz und Malte Rupertus für 30-jährige, Ralf Paustian, René Wulff und Michel Wruck für 20-jährige sowie Thomas Mölln, Tim Pieper, Dennis Ratthey, Pascal Stahr und Paula Stümer für zehnjährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr ausgezeichnet. Für 40 Jahre im aktiven Dienst erhielt Rolf Tiedemann das Brandschutzehrenzeichen in Gold. Ingo Früchtenicht, Howe Heitmann, Michael Ramcke und Andreas Todt erhielten für 25 Jahre aktive Dienstzeit das Brandschutzehrenzeichen in Silber.

„Wir haben allen Grund, Ihnen für Ihren Einsatz zu danken“, sagte Bürgervorsteher Peter Daniel. Er hob die Wichtigkeit der Arbeit der Feuerwehr hervor. Bürgermeister Roland Krügel (CDU) scherzte: „Wir haben gehört, wie viele tausend Stunden hier geleistet werden. Ich bin froh, dass wir keinen Mindestlohn zahlen müssen, sondern Sie das ehrenamtlich leisten.“

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