ITS-Weltkongress 2021: Fahrgäste im Fokus

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02. Januar 2018, 12:59 Uhr

Der Chef der Hamburger Hochbahn, Henrik Falk (Foto), will am Weltkongress für Mobilität 2021 in Hamburg der Welt präsentieren, wie man sich bequem von A nach B bewegen kann – und dabei neben der Technik vor allem die Fahrgäste in den Vordergrund rücken. „Wir wollen die ganze Stadt einladen, das ist die große Herausforderung“, kündigte Falk an. Denn die, die vernetzte Mobilität spannend fänden, kämen ohnehin. So wie beim vergangenen Kongress im kanadischen Montreal: Dort waren 10 000 Experten aus Verkehr, Telekommunikation, Informationstechnologie, Wissenschaft und Politik. „So spannend es in Montreal auch war, eines machen wir nicht: uns in Hamburg nur auf das Messe-Gelände und das Congress-Zentrum konzentrieren“, sagte Falk. „Es ist viel wichtiger zu wissen, ob beispielsweise Fahrzeuge ohne Fahrer von Reisenden auch ausreichend genutzt werden“, ergänzte der Hochbahn-Chef.

Falk rechnet damit, dass beim nächsten Kongress für Intelligente Transportsysteme (ITS) in Kopenhagen die Schritte weg von der Technologie hin zur „Verbesserung des Lebensstandards“ aufgezeigt werden. Schließlich heiße das Kongress-Motto schon dort „Quality of life“.

Für Falk gehe es darum, die in der Hansestadt über Jahrhunderte gewachsene Verkehrsinfrastruktur mithilfe von digitaler Technik weiter zu entwickeln. „Wir haben den Anspruch, in drei Jahren hier etwas Neues zu präsentieren“, sagte Falk.

So will die Hochbahn 2018 mit dem VW-Dienstleister Moia extra neu gefertigte Elektro-Shuttle für bis zu sechs Passagiere testen. Diese buchen über eine Smartphone-App individuell ihre Route, eine Software bringt dann die Anfragen möglichst für eine Richtung zusammen und gibt dem Fahrer die Route vor. Dieses Angebot soll dann ebenfalls über die App „Switchh“ gebucht werden können, die in der zweiten Jahreshälfte 2018 komplett überarbeitet an den Start gebracht werden soll und alle Mobilitätsangebote von Bus, Bahn über Car- und Shuttle-Sharing bis zum Stadtrad vereint. Beim Bus- und Bahnfahren will die Hochbahn 2018 ein „Check-in-System“ testen. Dabei soll über die switchh-App erfasst werden, wo ein Fahrgast losfährt und automatisch, wo er aussteigt.

Insgesamt seien rund 40  Projekte in Hamburg für die „Mobilität von Morgen“ in der Pipeline, berichtete Falk.

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