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Kummerfeld : Ist die Feuerwehrausfahrt zu gefährlich?

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Bürgermeisterin Erika Koll sieht dringenden Handlungsbedarf an der Kreisstraße 21 – die ehemalige Bundesstraße 5 – die von Kummerfeld nach Elmshorn führt.

shz.de von
erstellt am 13.Okt.2014 | 10:00 Uhr

Kummerfeld | Darf eine Feuerwehrausfahrt in der Nähe einer Straße liegen, auf der eine Geschwindigkeit von 100 Kilometern pro Stunde erlaubt ist? Aus Sicht der Gemeinde Kummerfeld auf keinen Fall. Deshalb sieht Bürgermeisterin Erika Koll (SPD) dringenden Handlungsbedarf an der Kreisstraße 21 – die ehemalige Bundesstraße 5 – die von Kummerfeld nach Elmshorn führt. 

Sie schlägt vor, das nur wenige Meter von der Wache entfernte Ortsschild weiter Richtung Elmshorn zu verlegen und direkt nach dem Ortsausgang nur noch 70 anstatt wie bisher 100 Stundenkilometer zuzulassen. „Damit würden wir die Sicherheit für die Mitglieder der Feuerwehr und für unsere Bürger erhöhen“, sagt Koll. Die sei aus ihrer Sicht nicht gewährleistet, wenn Feuerwehrfahrzeuge von der Wache am Bornbarg schnell auf die Kreisstraße müssen, weil sie zu einem Einsatz ausrücken.

Die Gemeinde hat sich daher bereits beim zuständigen Kreis Pinneberg erkundigt, ob es möglich ist, die Situation zu entschärfen. Vergeblich. Der Kreis beurteilt die Lage anders als die Gemeinde Kummerfeld. „Weder die örtlichen Sichtverhältnisse noch eine bestehende oder zu erwartende Unfalllage rechtfertigen die Anordnung von Geschwindigkeitsbegrenzungen über die bereits vorhandenen hinaus“, heißt es in einem Schreiben des Kreises an die Gemeinde, das Koll vor kurzem in der Gemeindevertreterversammlung vorgelesen hatte. Die Sichtverhältnisse für Fahrzeuge, die das Grundstück der Feuerwehr verlassen, seien überdurchschnittlich gut. Da die Ausfahrt innerhalb der Ortschaft liege, dürften Autos dort zudem nicht schneller als 50 Kilometer pro Stunde fahren. Das sei für Feuerwehrausfahrten in Schleswig-Holstein die Regel, teilt die Behörde der Gemeinde mit.

So leicht will sich die Gemeinde Kummerfeld aber nicht abspeisen lassen. Besonders die Geschwindigkeitsreduzierung vor dem Ortseingang ist aus Sicht der Bürgermeisterin zwingend erforderlich. Wer direkt vor der Einfahrt in das Dorf mit 100 unterwegs sei, werde vermutlich in Kummerfeld bei der nur wenige Meter vom Ortsschild entfernten Wachen-Ausfahrt noch nicht auf 50 Stundenkilometer heruntergebremst haben, vermutet Koll.

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