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Theodor-Heuss-Schule in Pinneberg : Ist der Ausweg aus der Sanierungsfalle gefunden?

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Schulausschuss beschließt Fahrplan für Baumaßnahmen an der Theodor-Heuss-Schule. Innenhof bleibt größtes Sorgenkind.

von
erstellt am 12.Feb.2016 | 14:00 Uhr

Pinneberg | Kommt endlich Bewegung in die Dauerbaustelle Theodor-Heuss-Schule? Am Mittwochabend billigte der Schulausschuss eine Reihe von Maßnahmen an dem Gymnasium an der Datumer Chaussee, das zu den größten baulichen Sanierungsfällen in der Kreisstadt gehört.

Ein Überblick: Sanierung des Oberstufen-trakts: In dem an den Thesdorfer Weg angrenzenden, nördlichen Teil der Schule sollen künftige Baumaßnahmen als Gesamtvorhaben umgesetzt werden. Dazu gehören die energetische Sanierung der Fassade, Brandschutzmaßnahmen wie die Errichtung einer Außentreppe zum zweiten Obergeschoss sowie der Bau eines Vordachs über dem Haupteingang, der sich in diesem Schulbereich befindet. Die Gesamtkosten betragen knapp zwei Millionen Euro. Laut Fachbereichsleiterin Traudchen Perrefort sei lediglich die Fassade förderfähig, Fördermittel bereits beantragt. Die für Brandschutz und Dach notwendigen Mittel in Höhe von etwa 640.000 Euro sollen erst im kommenden Jahr den Weg in den Pinneberger Haushalt finden. Für 2016 beschlossen die Schulausschussmitglieder lediglich die Einstellung der Planungskosten von 180.000 Euro.

Eine Debatte entzündete sich indes über den ebenfalls verabschiedeten Bau einer Rollstuhl-Rampe am Haupteingang. THS-Leiter Matthias Beimel bezeichnete diese als verzichtbar. „Es gibt insgesamt drei andere barrierefreie Zugänge.“ Kontra erhielt er unter anderem von Ausschussmitglied Kai Vogel (SPD). „Wenn wir über Inklusion sprechen, dann muss jeder Zugang, erst recht der Haupteingang, für jeden zugänglich sein“.

Kanalbau: Der Sanierung der Abwassersysteme an der THS stimmte der Ausschuss einstimmig zu. Die Maßnahme inklusive Abdichtung der Kellerwände und Drainage soll im Frühjahr dieses Jahres beginnen und im Herbst abgeschlossen sein. Die geschätzten Baukosten betragen etwa 350.000 Euro. Mit dem Beschluss nahm der Ausschuss auch einen Änderungsantrag der CDU an, den der Ausschuss-Vorsitzende Gerhard Bode, früher Direktor an der THS, selbst eingereicht hatte. Nach diesem soll ein Teil des Regenwassers wie bislang dazu verwendet werden, Bäume auf dem Schulareal mit Wasser zu versorgen. Die Pläne des zuständigen Planungsbüros sehen bislang allerdings vor, das gesamte Oberflächenwasser in die Kanalisation abzuführen. Nun soll nachgebessert werden. Auch der Anhebung der bestehenden Leitungen im Bereich der Sporthallen billigte der Ausschuss. Die sei laut Planer Jörg-Arwed Jahrmann notwendig, weil sonst das Wasser nicht frei ablaufen könne. Grund dafür ist der neu verlegte Regenwasserkanal im angrenzenden Thesdorfer Weg im Zuge der städtischen Kanalnetzentflechtung. Dessen Anschlüsse liegen etwa einen halben Meter höher als die des alten Schmutzwasserkanals. Die Kosten für die Maßnahme, die ebenfalls in diesem Jahr umgesetzt werden soll, betragen etwa 250.000 Euro.

Innenhof: Bei diesem Thema war das öffentliche Interesse besonders groß. Etwa zwei Dutzend Eltern von THS-Schülern nutzten die Einwohnerfragestunde zu Beginn der Ausschuss-Sitzung, um genau eine Frage zu stellen: Wann wird der Innenhof fertig? Konkrete Antworten gab es nicht – die Fertigstellung steht erneut nicht im diesjährigen Haushaltsplan. Immerhin: Beim für den Baustopp ursächlichen Streit zwischen Statiker und Architekten um die Qualität der Fassade zeichne sich laut Bürgermeisterin Urte Steinberg (parteilos) eine Lösung ab. Dr. Ulrike Graefen von der Schulallianz Pinneberg reicht das nicht. „Das sagt man uns schon seit Langem “, schimpfte sie. Der Allianz gehe es nicht darum, Personen gegeneinander auszuspielen, sondern nur um vernünftige Lernbedingungen für die Schüler. Als nächstes, so Graefen, sei eine groß angelegte Unterschriftenaktion geplant.

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