Pinneberg : Investoren planen Hotel auf dem Kasernen-Areal

Baustelle: Auf dem Kasernen-Areal entsteht derzeit eine neue Kita des Bildungsträgers Wabe.
Baustelle: Auf dem Kasernen-Areal entsteht derzeit eine neue Kita des Bildungsträgers Wabe.

Der Rat könnte schon heute grünes Licht geben. De Kita-Neubau des Bildungsträgers Wabe ist im Zeitplan.

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10. Juli 2014, 12:00 Uhr

Pinneberg | Pinnebergs Ex-Kaserne könnte zum Hotelstandort werden. Nach Informationen des Pinneberger Tageblattes berät die Politik schon am Donnerstag in vertraulicher Sitzung über die Anfrage einer Gastronomin, die der Stadt ein 3200 Quadratmeter großes Grundstück abkaufen will.

Die potenzielle Investorin, die in Pinneberg bereits eine Gastwirtschaft betreibt, will in Eggerstedt rund zwei Millionen Euro investieren. Entstehen sollen ein Restaurant mit 200 Sitzplätzen – und ein Vier-Sterne-Hotel mit bis zu 30 Zimmern. Etwa 20 Vollzeitjobs sollen geschaffen werden.

Das Hotel wäre ein weiterer Baustein für die so genannte Parkstadt. Pinneberg hatte die Eggerstedt-Kaserne 2013 vom Bund erworben – und sieben Hektar Bauland anschließend für 1,4 Millionen Euro an die Kieler Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) verkauft. Das Unternehmen will im Westen des Areals 250 Wohneinheiten hochziehen und übernimmt auch die Erschließung des Neubaugebiets.

Im Zentrum der Parkstadt errichtet der Bildungsträger Wabe derzeit eine Kindertagesstätte. Laut Bürgermeisterin Urte Steinberg sind die Arbeiten voll im Zeitplan. „Die Eröffnung ist für Januar 2015 vorgesehen“, so Steinberg während der jüngsten Sitzung des Schulausschusses. Das Campus-Konzept der Wabe sieht zudem den Bau einer Privatschule vor. Auch eine Akademie für Erzieher ist geplant. Wie zu hören ist, wird auch bei dem Bildungsträger darüber nachgedacht, einen Hotelbetrieb anzusiedeln.

Am Dienstagabend stellten Mitglieder des Ausschusses für Stadtentwicklung wichtige Weichen für die weitere Entwicklung der Parkstadt Eggerstedt. Die Pläne sollen jetzt öffentlich ausgelegt werden. Die LEG hatte angekündigt, ihr Projekt 2015 in die Tat umsetzen zu wollen. Strittig bleibt, ob und wie das Kasernen-Gelände nach Westen angebunden werden soll. Anwohner der Pinneberger Vogelsiedlung kämpfen seit Jahren gegen eine Erschließungsstraße, die unmittelbar an ihren Häusern vorbeiführt.

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