Grundschule Bickbargen : Investitionen für die Schulkinder in Halstenbek

Die gelben Kragarme – ursprünglich als Schattenspender gedacht – sind marode und stellen eine Gefahr dar. Jetzt werden sie abgebrochen.
Die gelben Kragarme – ursprünglich als Schattenspender gedacht – sind marode und stellen eine Gefahr dar. Jetzt werden sie abgebrochen.

Sanierung an der Grundschule ist in in vollem Gang. Maßnahmen kosten schätzungsweise 7 Millionen Euro.

shz.de von
03. August 2018, 12:00 Uhr

Halstenbek | Obwohl zurzeit Sommerferien sind, herrscht an der Halstenbeker Grundschule Bickbargen keine Ruhe. Kein Kindergeschrei ist zu hören, sondern dröhnende Geräusche von Abrissarbeiten, die durch das Gebäude schallen. Vor der Schule steht ein großer Container mit Schutt. Sie wird saniert. Noch bis zum Jahr 2022 werden dort Handwerker ein- und ausgehen.

„Der Beschluss zur Sanierung der Schule wurde im September 2016 von der Gemeindevertretung gefasst“, erklärt Lydia Ax vom Fachbereich Bauen und Umwelt der Verwaltung Halstenbek, die die Projektleitung inne hat. „Zurzeit befinden wir uns im zweiten Bauabschnitt. Im Zuge des ersten, der 2017 abgeschlossen wurde, wurde die Sporthalle saniert.“ Sie bekam einen neuen Fußboden, zusätzlich wurde eine Fußbodenheizung installiert. „Es war dringend nörig“, erklärt Ax. „An vielen Stellen hatten sich schon Bodenwellen gebildet. Diese stellen eine große Unfallgefahr dar.“ Ebenfalls Teil des ersten Bauabschnitts waren die ehemaligen Kita-Räume. „Sie wurden in zwei Klassenräume umgebaut.“ Viel Licht – das ist das Ziel des Ausbaus.

Wolfgang Westphal, Hausmeister, und Lydia Ax vom Fachbereich Bauen und Umwelt der Verwaltung sind froh, den Kindern nach Abschluss der Bauarbeiten neue Klassenräume ermöglichen zu können.
Geeske Lütjens
Wolfgang Westphal, Hausmeister, und Lydia Ax vom Fachbereich Bauen und Umwelt der Verwaltung sind froh, den Kindern nach Abschluss der Bauarbeiten neue Klassenräume ermöglichen zu können.
 

Eine große Unfallgefahr sind auch die sogenannten Kragarme, die rund um das Gebäude angebracht sind. „Sie waren als feststehende Verschattung angedacht“, erklärt der Architekt Jan Braker, der für den Umbau verantwortlich ist. „Das ist charakteristisch für Bauten aus den siebziger Jahren.“ Doch mit der Zeit haben die Kragarme unter der Witterung gelitten. Sie sind marode und stellen ein Risiko dar. „Aus diesem Grund werden sie jetzt zurückgebaut, das heißt, sie werden abgebrochen“, sagt Barker. Die Statik des Gebäudes bleibe aber erhalten. „Ein erfahrener Statiker, der sich schon lange mit dieser Grundschule befasst, hat dies überprüft“, erklärt Ax. Die lauten Abrissarbeiten werden nur während der Ferienzeit durchgeführt, denn „sonst ist vernünftiges Lernen gar nicht möglich“, sagt die Projektleiterin. Zurzeit wird ebenfalls die Beleuchtung in der Sporthalle ausgetauscht. „Es werden LEDs eingesetzt“, sagt Ax. Die Halle soll ab Mitte September wieder geöffnet sein.

Der dritte Bauabschnitt an der Grundschule beginnt im Frühjahr 2019. Dann ist der Erweiterungsbau dran. „Er soll im ersten Quartal fertiggestellt werden“, erklärt Ax. „Das neue Gebäude wird durch ein Dach mit dem bestehenden Schulkomplex verbunden.“ Die Vergrößerung der Schule sei laut Verwaltung nötig, um die Vierzügigkeit dort umsetzen zu können. Dazu gehört aber auch die Anpassung des Lehrerzimmers. „Im Herbst 2019 widmen wir uns dem Umbau des Verwaltungstraktes. Mehr Schüler bedeuten gleichzeitig auch mehr Lehrer“, erläutert Ax.

Die Schule erhält eine Runderneuerung. Die Frage, ob ein Neubau nicht günstiger wäre, verneint Ax: „Ein Neubau wäre viel teurer. Mit der Sanierung, die auch energetischer Art ist, kommen wir fast auf das Niveau eines Neubaus. Das Gebäude hat eine sehr gute Substanz.“

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen