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Pinneberger Tageblatt

23. November 2017 | 12:22 Uhr

Investitionen für die Kinder

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

SitzungDigitale Modellklasse an der Grundschule / Notstand bei der Nachmittagsbetreuung

shz.de von
erstellt am 15.Jul.2017 | 16:00 Uhr

In der Sitzung der Gemeindevertrtung von Borstel-Hohenraden am Donnerstag ist einiges für die Kinder der Gemeinde auf den Weg gebracht worden.

Für den Spielplatz Grotenkamp standen im Haushalt 20  000 Euro bereit – allerdings mit einem Sperrvermerk. Nun wurden 7000 Euro freigegeben, um eine Schaukel, eine Slackline und eine Flüstertüte anzuschaffen.

Auch der Verwendungsnachweis für den Kindergarten Pusteblume wurde einstimmig abgesegnet. Mit einer Besonderheit: „Das ist eine Situation, die ich noch nie erlebt habe. Wir haben ein Ergebnis, das mit einem Plus abschließt“, sagte Bürgermeister Jürgen Rahn (CDU). Insgesamt steht unterm Strich eine Summe von 27  923 Euro. Damit hatte niemand gerechnet. Arndt Kampovsky von der Freien Wählergemeinschaft (FWG) regte an, das Ergebnis noch einmal zu prüfen.

Als nächstes wurden für den Kindergarten Neuanschaffungen genehmigt. Britta Jasper (CDU) aus dem Sozialausschuss zählte auf: „Der Kindergarten wünscht sich Plissees für den Schlafbereich, neue Erzieherstühle, ein Sonnensegel und einen Spielturm.“ Die Kosten wurden auf 18  500 Euro geschätzt, die über zehn Jahre mit 1850 Euro zu Buche schlagen.

Thema war auch die Grundschule Borstel-Hohenraden: Eine Klasse wird mit einer elektronischen Tafel ausgestattet. Jasper sagte: „Auch eine Dorfschule muss mit der Zeit gehen. Die Tafel hat einen Bildschirm mit Touchscreen, auf dem mit Spezialstiften auch geschrieben werden kann.“ Zum Hintergrund: Die Schule soll digitalisiert werden. Zu diesem Zweck wird eine Modellklasse mit neuen Möbeln und Medien für modernen Unterricht ausgestattet. Daran soll das Konzept geprüft und die Kosten für den digitalen Ausbau der gesamten Schule ermittelt werden. Angedacht war dafür zunächst ein Tafelsystem bestehend aus einer Klettwand, einem Whiteboard und einer klassischen Tafel. Stattdessen wird nun die elektronische Tafel angeschafft. Kostenpunkt: 7500 Euro plus die Installation, Fördermittel gibt es keine. Die Anschaffung wurde einstimmig beschlossen.

Nicht ganz so rosig sieht es bei der Nachmittagsbetreuung der Schüler aus. Die findet in der offenen Pausenhalle statt und bietet den Kindern keinen Raum, um sich zurückzuziehen. Daher wurden außerplanmäßige Ausgaben über 3000 Euro abgenickt: für die Ausstattung der Pausenhalle mit Trennwänden, die Herrichtung eines Entspannungsraums mit Sitzsäcken und eines Raums mit Regalfläche für die Schulranzen. „Das ist ein Notfall, das kann man nicht anders sagen“, sagte Rahn. Wiebke Dicks (SPD) erläuterte: „Die Nachmittagsbetreuung ist in den letzten Jahren von zehn Prozent auf 50 bis 60 Prozent der Schüler gewachsen. Tendenz steigend. Das ist nur eine Notlösung, wir brauchen dringend Räume.“ Das führte zu einer kurzen, aber hitzigen Diskussion. „Warum wurde dann noch nicht gebaut? Vielleicht sollten wir mal anfangen, mir dauert das alles zu lange und es verschlingt Geld“, sagte Henning Münster (CDU). Rahn beendete die Debatte mit Verweis auf das Dorfentwicklungskonzept, auf das man warten müsse.

Zu guter Letzt wurde die Kitasozialstaffel, die Vergünstigungen bei der Kitagebühr nach dem Einkommen der Eltern regelte, abgeschafft. Dies übernimmt nun der Kreis. Was für den Rest des Kreises jedoch eine Verbesserung bedeutet, ist für Borstel-Hohenraden laut Dicks eine Verschlechterung: „Wir haben bisher 55 Prozent vom Gehalt der Eltern angerechnet. Der Kreis rechnet nun 60 Prozent an.“

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