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Pinneberger Tageblatt

23. November 2017 | 05:04 Uhr

Investition in Zukunft der Kinder

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Neubau Caspar-Voght-Schule Rellinger Christdemokraten unterstützen 14-Millionen-Euro-Projekt / Mahnung zur Vorsicht

von
erstellt am 28.Okt.2017 | 16:00 Uhr

14, 16 oder sogar 20 Millionen Euro – die Sanierung und Erweiterung der Caspar-Voght-Schule (CVS) in Rellingen ist als künftige Schule mit Abi-Norm nicht nur ein Prestigeobjekt. Die Kommune muss auch kräftig in die Tasche greifen. Am 17. Oktober brachten die Mitglieder des Bauausschusses einstimmig die größte Investition der Gemeinde auf den Weg. Knapp zwei Wochen später reflektiert Rolf-Rüdiger Schmidt (CDU), Ratsherr und Gremiumsmitglied, nochmals die Dimensionen dieses Mega-Projekts.

Denn schon während der Sitzung war es der Christdemokrat, der auf Obacht pochte: „Ich sage ihnen heute schon, dass die erste Zahl vorne eine Zwei sein wird“, sagte Schmidt damals. Die Verkehrserschließung fehle ebenso wie die Gestaltung des Außenbereichs. „Können wir uns so eine Schule leisten? Den Zug können ihn nicht mehr anhalten, wollen es auch nicht, aber es ist ein Thema, das sich zwischen Daumen und Zeigefinger abspielt“, sagte Schmidt.

Schmidt wollte aber kein Spielverderber sein: „Die Sanierung ist sinnvoll und es ist besser, es heute als morgen zu machen. Das Problem ist, dass wir mit den Kosten allein dastehen. Wir haben gut gewirtschaftet und fast keine Schulden. Andere wirtschaften auf Teufel komm’ raus und bekommen alles bezahlt.“

Schmidt ist ein erfahrener Politiker. Jahrzehnte lang begleite er die Weiterentwicklung seiner Gemeinde. Und ist stolz auf das, was alle gemeinsam geleistet haben: „Die Gemeinde Rellingen hat in der Vergangenheit immer viel Geld für Kindergärten und Schulen ausgegeben, um alle gemeindeeigenen Gebäude stets auf dem neusten Stand zu halten. Reparaturrückstände, wie sie in anderen Kommunen an der Tagesordnung sind, hat es in Rellingen nie gegeben.“

Nun sei es an der Zeit, auch größere Baumaßnahmen im Bereich Schulen umzusetzen. 6,8 Millionen Euro fließen in die Renovierung und Erweiterung der Brüder-Grimm-Schule. Und nun die CVS. Schmidt ist trotz der gigantischen Kosten optimistisch. Denn: „Alle Schritte bis hin zur Fertigstellung der Schule wurden durch eine Auswahl aus politischen Vertretern unserer Gemeinde in Form einer dazu installierten Lenkungsgruppe begleitet.“

Verwaltung und Politik bekommen zudem beruhigende Worte zu hören: Nach Auskunft der Architekten sei der vorhandene Gebäudebestand im Alter von etwa 50 Jahren durch laufende und sorgsame Unterhaltung seitens der Gemeinde Rellingen in einem sehr guten Zustand.

Deshalb, so Schmidt, sehe er kein Risiko, etwa 14 Millionen Euro allein nur für Neubau und Umbaumaßnahmen, wobei davon etwa zwei Millionen Euro in die technische Sanierung des vorhandenen Baukörpers gesteckt werden.

Schmidt kann auch in den kommenden Monaten ruhig schlafen: „Wir haben uns mit der Erweiterung der CVS ein ehrgeiziges Ziel gesteckt. Aber wir sind der Meinung, dass der veranschlagte Betrag für den Neubau zwar sehr hoch, aber trotzdem sinnvoll ausgegeben wird. Schließlich investieren wir in die Zukunft unserer Kinder. Wir sind nach Abschluss dieser Baumaßnahme im Jahr 2020, auch im Hinblick auf die Konkurrenz zu anderen Schulen unserer Nachbargemeinden, bedingt durch die freie Schulwahl, für die nächsten Jahre an diesem Standort in Rellingen sehr gut gerüstet. Wir können uns problemlos dem Wettbewerb der Schulen stellen.“

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