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Pinneberg : Internet-Experte für den Männergesangverein

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Der Männergesangverein von 1857 sucht neue Mitglieder - und wagt sogar den ungewohnten Sprung in soziale Netzwerke.

Es geht um Musik, Gesang, Geselligkeit. Alles könnte so harmonisch sein beim Männergesangverein von 1857, wenn da nicht der Ärger mit den Hosen wäre. Aber da ihn alle teilten, schlang dieses Thema ebenfalls ein einigendes Band um die Jahreshauptversammlung der 30 singenden Männer. Auch bei den Wahlen gab es keine dissonanten Stimmen: Vorsitzender Uwe Asmussen, Schriftführer Werner Welzow und Pressewart Nils Weber wurden einmütig wiedergewählt.

Unsicherheit herrschte allerdings im Saal, als es um den Vorschlag ging, Oliver Hißnauer als Verantwortlichen für Internet und Neue Medien in den Vorstand zu berufen. Angeführt von Chorleiter Tilman Wiebe formierte sich vor allem gegen ein mögliches Facebook-Profil des Vereins Opposition. Es stellte sich heraus, dass einige Sänger überhaupt keine Computererfahrung hatten und deshalb sozialen Netzwerken gegenüber besonders reserviert waren. Hißnauer wurde in Abwesenheit dennoch in die Führungsriege gehievt. Obwohl einige Sänger kritisch anmerkten, ein nunmehr zehnköpfiger Vorstand sei wohl etwas groß bei insgesamt nur 30 Mitgliedern.

Erfreut wurde die gute Bilanz aufgenommen, die Kassenwart Günter Dücker für das Berichtsjahr präsentierte. Ebenso der Rückblick auf vergangene Veranstaltungen. Auch für 2014 haben die Sänger allerhand vor. Am 25. Januar singen sie in der Seniorenresidenz Bauernmühle. Im Februar folgt ihr Vereinsjubiläum. Auch ein gemeinsamer Auftritt mit dem Chor der Heilig-Geist-Kirchengemeinde ist vorgesehen. Am Himmelfahrtstag geht es auf Vatertagstour. Im Herbst führt die Reise für mehrere Tage ins Ahrtal, wo dann gerade die Rotweinfeste Hochsaison haben.

Auch für das leidige Hosenproblem bahnt sich eine Lösung an. Es sollen neue her, denn in den derzeitigen schlottrigen Beinkleidern mache der Chor nun mal kein gutes Bild, stellte Sängerchef Asmussen fest. Der Kassenwart wurde vergattert, die Ersatzbeschaffungen zu bezuschussen. "Geringfügig", wie Dücker einschränkte.

Wenn der Männergesangverein dann wieder richtig fesch aussieht, finden sich vielleicht auch neue Sänger, hofft Asmussen. Der Chor probt jeden Mittwoch ab 20 Uhr im VfL-Heim, Fahltskamp 53. Einmal im Monat soll das in Zukunft ein ausdrücklich öffentliches Singen sein, empfahl der Sängerchef zur intensiven Mitgliederwerbung.

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erstellt am 14.Jan.2014 | 16:00 Uhr

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